Paris (SID) -

Der französische Fußball-Verband FFF hat am Wochenende einen Medienbericht dementiert, wonach Nationaltrainer Laurent Blanc zurückgetreten sei. Dies teilte Verbandssprecher Philippe Tournon der Nachrichten-Agentur AFP mit: "Der Verband weist alle Berichte über einen Rücktritt von Laurent Blanc zurück."

Die Zeitung Ouest France hatte am Samstag berichtet, Blanc sei aufgrund der Rassismus-Vorwürfe gegen seine Person von seinem Posten zurückgetreten. Vor Wochenfrist hatte es einen Medienbericht gegeben, wonach es im französischen Verband Überlegungen gebe, eine Spielerquote für schwarze und arabische Spieler in den Jugendzentren einzuführen. Der Technische Direktor des FFF, Francois Blaquart, war daraufhin suspendiert worden.

Frankreichs Weltstar Zinedine Zidane stärkte unterdessen Blanc den Rücken. "Er macht einen großartigen Job und hat eine Vision vor Augen. Man sollte die Dinge so belassen wie sie sind. Es wäre verrückt, wenn er wegen dieser Sache aufgibt", sagte Zizou, der seinen Mitspieler aus der Weltmeistermannschaft von 1998 auch in Bezug auf die Rassismus-Vorwürfe in Schutz nahm. Blanc "ist kein Rassist" und "hat niemals in diese Richtung gedacht", äußerte Zidane.

Auch Bayern-Ass Franck Ribéry steht zu Blanc: "Er muss den Kopf oben behalten. Blanc hat viel für den französischen Fußball geleistet und die Mannschaft nach der schlechten WM wieder aufgerichtet. Ich weiß, dass er kein Rassist ist."

Am Montag soll sich Blanc bei einer Anhörung des Verbandes zu den Vorwürfen äußern. Der Weltmeister von 1998 hatte nach dem WM-Desaster 2010 in Südafrika die Nachfolge von Raymond Domenech angetreten. Mit der Equipe Tricolore steuert Blanc in Richtung Teilnahme an der EURO 2012 in Polen und der Ukraine.