Wolfsburg (SID) - Felix Magath hat die verfehlte Personalpolitik seiner Vorgänger für die Abstiegssorgen des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg mitverantwortlich gemacht. "Die Mannschaft ist nicht zerrüttet - sie war nie eine Mannschaft. In der Winterpause wurden nochmal neue Spieler verpflichtet. Es passt nicht zusammen", sagte der Trainer-Manager einen Tag nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern im TV-Talk Doppelpass bei Sport1.

Trotz der prekären Lage versicherte Magath jedoch erneut, dass er auch bei einem Abstieg seinen Vertrag erfüllen wolle. "Selbstverständlich bleibe ich hier in Wolfsburg, egal in welcher Liga. Aber ich bin mir sicher, dass es die erste Liga sein wird", sagte der ehemalige Nationalspieler und schwor dem VfL - zumindest für die Bundesliga - die ewige Treue: "Ich bin mir sicher, dass Wolfsburg meine letzte Station in der Liga sein wird."

Von seiner Kritik darf sich vor allem Dieter Hoeneß angesprochen fühlen. Der ehemalige Manager hatte in der laufenden Saison knapp 60 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Für Magath, der die Wölfe vor zwei Jahren sensationell zum Meistertitel geführt und sich danach Richtung Schalke 04 verabschiedet hatte, eine unverständliche Investition: "Die Strukturen wurden völlig zerstört." Vor allem seine brasilianischen Lieblingsspieler Grafite und Josue hätten darunter gelitten, so Magath.