Kattowitz (SID) - Die deutschen Basketballerinnen haben die EM in Polen mit einer weiteren Enttäuschung beendet. Die Mannschaft von Bundestrainer Bastian Wernthaler verlor am Montag auch ihr drittes und letztes Vorrundenspiel der Gruppe C in Kattowitz mit 64:76 (30:35) gegen Montenegro.

Damit schlossen die deutschen Damen die Vorrunde auf dem letzten Platz ab. Bereits vor der letzten Begegnung war klar gewesen, dass es nach Niederlagen gegen Spanien (69:79) und Gastgeber Polen (60:75) keine Chance mehr auf ein Weiterkommen geben würde.

"Man muss den Sommer insgesamt als Erfolg werten. Es hätte kaum jemand gedacht, dass wir es bis zur Europameisterschaft schaffen. Hier konnten wir auch noch drei gute Spiele machen", sagte Wernthalter und blickte schon nach vorn: "Wir haben eine gute, junge Generation, in der sicher viel Potenzial steckt."

Im letzten EM-Vergleich erwischte die deutsche Auswahl den schlechteren Start und lag nach dem ersten Viertel schon mit zehn Punkten zurück. Erst im zweiten Spialbschnitt fand die Mannschaft um Topscorerin Svenja Greunke (20 Punkte) ihren Rhythmus und kam bis zur Halbzeit näher heran (30:35).

Nach einem ausgeglichenen dritten Viertel konnte Montenegro den Vorsprung bis zum Ende verteidigen und feierte mit dem dritten Sieg als Gruppenerster den Einzug in die Hauptrunde. Neben Greunke punktete bei den DBB-Frauen auch Anne Breitreiner (16) zweistellig.

Die deutsche Mannschaft, die nach vier Jahren zum ersten Mal wieder bei einer EM dabei war, hatte das Ticket erst in einer zusätzlichen Qualifikationsrunde gelöst und sich dabei überraschend gegen neun andere Teams durchgesetzt. Mit einem Sieg gegen den Favoriten Ungarn wurde die Teilnahme an den Titelkämpfen erst drei Tage vor Beginn des Turniers perfekt gemacht.