Nürburgring (SID) - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel führt die Fahrerwertung mit 80 Punkten Vorsprung an und hat die Titelverteidigung fest im Blick. Bei seinem Heimspiel am Sonntag auf dem Nürburgring (14.00 Uhr/RTL und Sky) will der Red-Bull-Pilot seine Führung weiter ausbauen. "Man will alles, da ist Bescheidenheit die falsche Herangehensweise. Der dritte Platz ist nur okay, wenn er mir reicht, um die Meisterschaft zu gewinnen", sagte Vettel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Aber sonst habe ich immer das Ziel, zu gewinnen."

Trotz seines großen Erfolges bleibt der 24 Jahre alte Heppenheimer bodenständig: "Man darf eine gewisse Selbstsicherheit ausstrahlen. Aber man muss immer wissen, dass man nicht unverwundbar oder unschlagbar ist." Wenn ein Konkurrent an einem Tag besser gewesen sei, dann müsse man das akzeptieren. Nur abfinden dürfe man sich damit nicht.

Sobald Vettel in seinem Boliden sitzt, ist er voll auf das konzentriert, was er gerade macht - dann blendet er alles andere aus. "Emotionen haben im Auto nichts zu suchen. Es gibt während des Rennens keine Freude, keine Genugtuung, keinen Ärger und auch keinen Frust", sagte Vettel und fügte hinzu: "Man schaltet nicht ab, man atmet auch nicht durch. Entspannung oder Durchatmen gibt es nur, wenn man allein auf der Strecke unterwegs ist. Aber dann ist es die Kunst, sich nicht ablenken zu lassen und angespannt zu bleiben."

Auf der Strecke brauche man das richtige Gefühl für das Auto sowie die Intelligenz und das nötige Wissen. Letztlich sei der Mensch der entscheidende Faktor. Vettels Erfolgsrezept klingt simpel: "Ich habe Spaß, ans Limit zu gehen - und das am besten jede Runde."