Frankfurt/Main (SID) - Mit einem Appell hat sich OK-Chefin Steffi Jones für die Freilassung der inhaftierten iranischen Journalistin Maryam Majd stark gemacht. Die 24 Jahre alte Fotografin war kurz vor ihrem Abflug zur Frauenfußball-WM nach Deutschland in Teheran festgenommen und inhaftiert worden. Der Grund: Majd hatte in ihrer Heimat über Frauensport berichtet und sich für Frauenrechte engagiert.

"Sowohl als OK-Chefin als auch ganz persönlich stehe ich immer und überall entschieden ein gegen jede Form von Diskriminierung und Unterdrückung", sagte Steffi Jones und appellierte: "Ich bitte die Verantwortlichen im Iran eindringlich, Maryam Majd sofort frei und zur WM ausreisen zu lassen. Hier ist sie herzlich willkommen." Die Journalistin hatte vom Weltverband FIFA bereits die Bestätigung für ihre Medien-Akkreditierung als Fotografin erhalten.

Auch der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) verurteilte das Handeln der iranischen Verantwortlichen. "Wir sind empört und protestieren in aller Schärfe gegen die Inhaftierung und fordern die Behörden in Teheran auf, die Journalistin sofort frei- und ausreisen zulassen. Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut, für das wir uns mit allen Kräften entschieden einsetzen", erklärten die VDS-Präsidiumsmitglieder Erich Laaser und Hans-Joachim Zwingmann sowie VDS-Fotografensprecher Markus Gilliar.

VDS und WM-OK befinden sich damit auf einer Linie mit der Bundesregierung und humanitären Organisationen, wie "Reporter ohne Grenzen".