Stuttgart (SID) - Rekordsieger Porsche will seine Erfolgsgeschichte beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans fortsetzen und kehrt werksseitig mit einem LMP1-Sportprototypen 2014 in die höchste Klasse des Klassikers zurück. "Motorsport war schon immer ein wesentlicher Bestandteil der Marke Porsche. Deshalb war es für uns nur eine Frage der Zeit, wieder mit einem Werks-Engagement in der ersten Liga des Rennsports mitzuspielen. Die Erfolge von Porsche in Le Mans sind unerreicht. Daran wollen wir anknüpfen", sagte Matthias Müller, der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG. In Le Mans hat Porsche bisher 16. Gesamtsiege eingefahren.

Beim Schwester-Konzern Audi reagierte man gelassen auf die Ankündigung. "Das ist eine Entscheidung des Hauses Porsche. Grundsätzlich freuen wir uns über jeden starken Gegner in Le Mans. Es zeigt die Richtigkeit der Audi-Entscheidung, in der LMP1-Kategorie zu bleiben, wenn neue Hersteller dazukommen", sagte Jürgen Pippig, Leiter Kommunikation Motorsport bei Audi, dem SID.

Porsche-Sportchef Hartmut Kristen freut sich auf eines der komplexesten Entwicklungsprogramme in der Firmengeschichte: "Wir haben uns nach der Beendigung des werksunterstützen Sportprototypen-Programmes in der American Le Mans Series technologisch auf dem neusten Informationsstand gehalten. Jetzt werden wir mit detaillierten Untersuchungen beginnen, um verschiedene Konzeptalternativen für unser neues Auto bewerten zu können."

Den ersten Porsche-Gesamtsieg in Le Mans holten Hans Herrmann und Richard Attwood 1970 mit dem legendären 917 Kurzheck. Der 16. und bis jetzt letzte Erfolg gelang Laurent Aiello, Stéphane Ortelli und Allan McNish im Jahr 1998 mit dem 911 GT1. In der Klasse LMP2 feierte der Porsche-Sportprototyp, der RS Spyder, in den Jahren 2008 und 2009 den Sieg.