Busan (SID) - Die deutschen Volleyballerinnen treten am Freitag zu ihrem ersten Spiel beim Grand Prix in Asien (5. bis 28. August) an. Das erste Vorrundenturnier bestreitet das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti im südkoreanischen Busan. Neben den Gastgeberinnen zum Auftakt am Freitag (9.30 Uhr) warten noch Olympiasieger Brasilien (Samstag, 9.30 Uhr) und der WM-Dritte Japan am Sonntag (9.30 Uhr).

Beim Grand Prix will die deutsche Auswahl Weltranglistenpunkte sammeln, um eine weitere Option für die Olympia-Qualifikation zu haben. "Wir müssen in der Endabrechnung besser abschneiden als Serbien und Polen", sagte Guidetti. Die beiden Nationen liegen derzeit vor den zehntplatzierten Deutschen. Die Position in der Weltrangliste ist wichtig für die Teilnahme am Weltcup in Japan im November. Dort werden drei Tickets für London 2012 vergeben.

Zunächst aber muss sich die Auswahl des Deutschen Volleyball Verbandes (DVV) mit den besten Teams der Welt messen. Zweite Station im Grand Prix ist das chinesische Quangzhou, wo die Deutschen gegen Gastgeber China, Weltmeister Russland und Peru spielen. In der dritten Woche bekommt es das Team in Hongkong mit Titelverteidiger USA, Europameister Italien und wiederum Peru zu tun. "Wir haben schwere Gruppen erwischt", sagte Guidetti: "Doch Korea sollten wir schlagen, mit Japan sind wir auf dem gleichen Niveau, und gegen Brasilien können wir Erfahrung sammeln."

Routinier Christiane Fürst (Günes Istanbul) traut ihrem Team die Teilnahme an der Finalrunde zu: "Wir haben drei schwere, anstrengende Runden vor uns. Es geht vor allem um Weltranglisten-Punkte, so dass wir eventuell eine Qualifikation für Olympia mehr spielen können", sagte die Mittelblockerin dem SID.

Die besten sieben Teams erreichen die Endrunde in Macao, China ist als Gastgeber bereits qualifiziert. Acht von insgesamt 16 Mannschaften müssen nach der Vorrunde nach Hause reisen. "Wir müssen an allen drei Wochenenden mindestens zweimal gewinnen. Das wird sehr schwer, denn hier in Busan sind Brasilien und Japan unsere Gegner, und die sind Nummer eins und drei in der Welt", sagte Maren Brinker (Scavolino Pesaro).

Sollte Deutschland zu den besten Sieben gehören, wäre ein weiterer kleiner Schritt in Richtung Olympia geschafft. Brinker: "Wenn wir viele Weltranglisten-Punkte holen, ist das die beste Ausgangslage für die Olympia-Qualifikation."