Köln (SID) - Wegen angeblich verweigerter Interviews mit den Superstars Britta Steffen und Paul Biedermann droht dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) Ärger mit der ARD. Axel Balkausky, Sportkoordinator des öffentlich-rechtlichen Senders, kündigte im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin Sponsors an, "dass die jüngste Zusammenarbeit mit dem DSV noch einmal eine genaue Auswertung erfordert".

Es müsse beispielsweise geklärt werden, "warum den Kollegen Interviews mit den Protagonisten Steffen und Biedermann teilweise verwehrt wurden", sagte Balkausky. An den bestehenden Fernsehverträgen will der Sender aber festhalten. Schwimmen sei nach wie vor eine der populärsten olympischen Kerndisziplinen. Darüber hinaus müsse die ARD die Entwicklung und die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schwimm-Verband aber ganz genau analysieren, sagte Balkausky.

Die Verträge mit dem Welt-Schwimmverband Fina laufen noch zwei Jahre und garantieren unter anderem eine Live-Berichterstattung der Schwimm-WM 2013 in Dubai. Bei der WM in Shanghai erzielten die Becken-Schwimmer das zweitschlechteste Ergebnis seit der WM-Premiere 1973.