Erneuter Rückschlag für Claudia Pechstein: Der Internationale Sportgerichtshof CAS lehnte ihren Antrag am Freitag wiederholt ab, per Eilentscheid über einen Start Pechsteins beim Weltcup in Hamar zu befinden. Die Eisschnellläuferin versucht mit dem Gang vor Gericht zudem, die Chancen auf ihre sechste Olympia-Teilnahme in Vancouver zu wahren.

Pechsteins Anwalt, Christian Krähe, hatte die Dringlichkeit des Antrags mit "irreparablen Schäden" für die Olympia-Qualifikation Pechsteins begründet. Die Chancen Deutschlands erfolgreichster Winter-Olympionikin auf die Qualifikation für die Winterspiele Vancouver vom 12. bis 28. Februar 2010 sind damit weiter gesunken.

Der CAS teilte in seiner Begründung hingegen mit, dass "in Anbetracht aller verfügbarer Information die Erfordernisse für die Zustimmung zum Eilantrag" nicht gegeben seien. Tags zuvor hatte der CAS zum dritten Mal die Verkündung seines Urteils im Fall der wegen auffälliger Blutwerte gesperrten Läuferin verschoben. Der neue Termin für das Urteil ist nun der Mittwoch kommender Woche.

Bei der Olympiasiegerin wurden bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaften am 7. Februar 2009 im norwegischen Hamar nach den Rennen über 500 und 3000 Meter auffällige Blutwerte festgestellt. Bei Pechstein sollen Retikulozyten, das sind junge rote Blutkörperchen, im Blut in untypischer Dichte aufgetreten sein. Sie wurde daraufhin von der Internationalen Eislauf-Union für zwei Jahre gesperrt.