Im Dezember 2009 gab die walisische Rugby-Legende Gareth Thomas öffentlich bekannt, homosexuell zu sein. Zuvor hatte er sich ein Outing nicht getraut aus Angst vor den Reaktionen seiner Mitspieler, der Fans und der Medien. Aber seitdem er den Schritt an die Öffentlichkeit gegangen ist, habe er fast ausschließlich Unterstützung und Anerkennung erfahren. Eric Anderson, ein US-amerikanischer Sportsoziologe, sieht in diesem Fall ein Beispiel dafür, dass die Homophobie in maskulinen Sportarten zurückgeht.

Gareth Thomas ermuntert nach seiner positiven Erfahrung andere homosexuelle Sportler, sich zu outen. Wir möchten mit Ihnen über dieses Thema diskutieren. Wird es in Zukunft mehr Outings im Männersport geben, zum Beispiel im deutschen Fußball? Was muss sich ändern, damit mehr Sportler öffentlich zu ihrer Homosexualität stehen? Wie würden in Deutschland die Reaktionen ausfallen?