Medaille zu versteigern

Team-Sprint-Olympiasiegerin Claudia Nystad kann sich vorstellen, ihre Goldmedaille erneut für einen guten Zweck zu versteigern. "Warum nicht? Die Goldene von Salt Lake City hat damals 22.000 Euro eingebracht. Wenn es eine Aktion ist, mit der ich mich identifizieren kann, dann ist alles vorstellbar", sagte die Oberwiesenthalerin. Das Geld ging damals an die Stiftung "Hänsel und Gretel", die sich um missbrauchte Kinder kümmert. Zunächst will Nystad die Zeit mit der Medaille aber noch ein wenig genießen: "Ich habe sie ja eben erst bekommen. So schnell gebe ich sie nicht her."

Glückwunschkarte im Großformat

Die Schweizer Olympia-Teilnehmer bekommen im wahrsten Sinne des Wortes eine riesige Rückendeckung aus der Heimat. Seit Anfang Februar hängt eine 43 Meter hohe und 63 Meter breite Glückwunschkarte an der Staumauer des "Lac de Cleuson" im Kanton Wallis. Damit soll allen Schweizer Wintersportlern viel Erfolg in der Olympia-Saison gewünscht werden. Pünktlich zu den Spielen erhielt die dreisprachige Aufmunterung "Hopp! Allez! Forza!" nun offiziell den Titel "größtes Poster der Welt". Sollte bis September kein größeres Poster produziert werden, ist der Aktion ein Eintrag im "Guinness Buch der Rekorde 2010" sicher. Mitte März wird das Unikat wieder abgenommen, dann sollen die 3645 darauf verewigten Einzel-Grüße auf Taschen gedruckt und im Internet verkauft werden.

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Der Duft der Winterspiele

Wer in diesen Olympia-Tagen gegen Mitternacht durch Vancouvers Innenstadt schlendert und tief einatmet, der riecht ihn sofort: den Duft der Winterspiele. Und er stammt nicht von Parfüm oder Ahornsirup. Marihuana liegt in der Luft, vor allem in der Hastings Street. "Die Dealer hier waren noch nie so beschäftigt, wie während der Winterspiele", weiß Marc Emery. Der selbst ernannte "Prince of Pot" ist der Chef der "British Columbia Marihuana Partei" und im liberalen Vancouver als Kämpfer für die Interessen der Rauschgift-Konsumenten bekannt.

TV-Quotenrekord in Kanada

10,6 Millionen Kanadier verfolgten das Eishockeyspiel von "Team Canada" gegen die USA - absoluter Sport-Fernsehrekord in der Geschichte des Landes. Der alte Rekord stand seit 2002 und wurde ebenfalls beim Eishockey erzielt: 10,3 Millionen Fans sahen vor acht Jahren zu, als Kanada die USA im Olympia-Endspiel von Salt Lake City 5:2 vom Eis fegte.

Extravaganter Athlet

Der amerikanische Eiskunstläufer Johnny Weir gehört zu den extravagantesten Athleten bei Olympia und pflegt sein Image mit Liebe zum Detail. Das Appartement in Vancouver, das er mit Eistänzerin Tanith Belbin teilt, hat er mit Postern von Audrey Hepburn dekoriert - auf den Tischen stehen Duftkerzen. Sein liebstes Hobby neben Mode und Shoppen gab er nun preis: seinen Waschzwang. "Ich wasche täglich meine Sachen, ich liebe es zu waschen", sagte der 25-Jährige, der zu seiner Homosexualität steht. Nach dem Herren-Wettbewerb, den er als Sechster beendete, setzte er sich einen mit Rosen geschmückten Kranz auf und lief geschmückt durch die Katakomben des Pacific Coliseum.