Kerstin Szymkowiak und Anja Huber haben bei den Winterspielen in Vancouver die ersten Olympia-Medaillen im Skeleton für die deutsche Mannschaft gewonnen. Im Eiskanal von Whistler landeten die beiden Skeleton-Fahrerinnen am späten Freitagabend auf Platz Zwei und Drei. Gold gewann die überragende Britin Amy Williams. Nach 38 Entscheidungen verdrängen die Skandinavier mit fünf Mal Gold, drei Mal Silber und zwei Mal Bronze die deutsche Mannschaft (4/5/4) vom zweiten Platz der Länderwertung, die weiterhin von den Amerikanern angeführt wird. (6/6/8).

Den Wettbewerb der Skeleton-Männer gewann der Kanadier Jon Montgomery. Im Super-G holte der Norweger Aksel Lund Svindal die Goldmedaille. Silber und Bronze gingen an die Amerikaner Bode Miller und Andrew Weibrecht. In der Doppelverfolgung der Langläuferinnen über 15 Kilometer gelang Marit Björgen ihr zweiter Gold-Coup der Spiele. Evi Sachenbacher-Stehle verpasste als Elfte knapp einen Platz unter den ersten Zehn.

Das deutsche Eishockey-Team bleibt weiter sieglos. Gegen Finnland verlor die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp mit 0:5. Zuvor musste das Team bereits gegen Schweden eine Niederlage hinnehmen. Die Führung in der Eistanz-Konkurrenz übernahmen die Russen Oksana Domnina und Maxim Schabalin. Das deutsche Duo Christina und William Beier rangiert vorerst auf Platz 16. Die deutschen Curler kehrten mit dem 7:6 gegen die Schweiz auf den Erfolgskurs zurück. Für die deutschen Frauen gab es im vierten Turnier-Spiel mit dem 4:7 gegen Großbritannien die zweite Niederlage.

Die deutschen Skispringer bewältigten die Qualifikation auf der Großschanze problemlos. Andreas Wank wurde Dritter, Michael Neumayer Zwölfter, Martin Schmitt kam auf Platz 25. Der dreimalige Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz, dessen viel kritisierte Skibindung am Freitag von der FIS als regelkonform eingestuft wurde, schaffte bei verkürztem Anlauf einen Sprung auf 140 Meter.

Beim Zweierbob-Training ereignete sich ein weiterer Unfall. Nach Beat Hefti wird auch dessen Schweizer Landsmann Daniel Schmid nach einem schweren Sturz nicht am Olympia-Rennen teilnehmen. Hefti hatte sich bei seinem Trainingssturz am Mittwoch eine Gehirnerschütterung zugezogen. Damit fehlt bei den Rennen ein Hauptkonkurrent von André Lange im Kampf um Gold. Der dreifache Olympiasieger legte im letzten Lauf Bestzeit vor.

Ohne den erkälteten Axel Teichmann findet an diesem Samstag die Olympia-Entscheidung der Langläufer in der Doppelverfolgung statt. Für den Routinier wird Tom Reichelt das Rennen bestreiten. Gut präsentierte sich beim Sprung-Training der Kombinierer Eric Frenzel, der auf der Großschanze die Plätze zwei und vier belegte.