Die Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben der deutschen Olympia-Mannschaft am Ende des dritten Wettkampftages in Vancouver eine weitere Medaille beschert. Die Weltmeister belegten im Paarlauf den Bronze-Rang hinter den Chinesen Shen Xue/Zhao Hongbo und Pang Qing/Tong Jian.

Patzer in der Kür kosteten die Chemnitzer die olympische Goldmedaille, auf die sie gehofft hatten: Szolkowy stürzte beim Doppel-Axel, Savchenko sprang den dreifachen Toe-Loop nur doppelt. So mussten sie sich mit der Bronzemedaille zufrieden geben.

Das chinesische Paar Shen Xue/Zhao Hongbo gewann mit Weltrekord von 216,57 Punkten vor ihren Landsleuten Pang Qing/Tong Jian (213,31). Shen/Zhao durchbrachen mit ihrem Sieg die seit 1964 andauernde russische Ära im Paarlauf und gewannen das erste Eiskunstlauf-Gold für ihr Land. Zwei Mal hatten sie zuvor bereits Bronze erreicht.

Mit betretenen Gesichtern nahm das sächsische Duo mit Trainer Ingo Steuer die niedrige Wertung von 210,60 Punkten ohne Worte zur Kenntnis. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), zeigte sich weniger deprimiert: "Dieses Paar ist eine absolute Bereicherung für unsere Olympia-Mannschaft", sagte er nach der Entscheidung.

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Für Unruhe im deutschen Team sorgt weiter Claudia Pechstein. Die wegen erhöhter Blutwerte gesperrte Eisschnellläuferin stellte den Antrag auf einen kurzfristigen Olympia-Start beim Ad-hoc-Gericht des Sportgerichtshofes, wie der CAS am Montagabend bestätigte. Die Ad-hoc-Kammer muss innerhalb von 24 Stunden über den Antrag entscheiden. Deutsche Athletinnen in Vancouver reagierten genervt auf den Vorstoß. Pechstein war mit mehreren Anträgen dieser Art bisher stets gescheitert.