Wer spielte wie gegen wen?

Bayern München – VfL Bochum 3:1

Schalke 04 – Werder Bremen 0:2

VfB Stuttgart – FSV Mainz 2:2

Hamburger SV – 1. FC Nürnberg 4:0

Hannover 96 – Borussia Mönchengladbach 6:1

1. FC Köln – SC Freiburg 2:2

Eintracht Frankfurt – 1899 Hoffenheim 1:2

Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 1:1

Bayer Leverkusen – Hertha BSC Berlin 1:1

Welches Spiel hätten Sie sehen müssen?

Keine Frage, Bayern Münchens Meister-Sieg gegen den VfL Bochum. Das 3:1 zerstreute letzte Zweifel, dass irgendjemand außer den Bayern diese Meisterschaft verdient hat. Dreifacher Torschütze war Thomas Müller, Jungnationalerspieler und Eigengewächs, der vielleicht wie kein anderer für den neuen FC Bayern steht. Außer Louis van Gaal . Der sonderbare Holländer, der noch im November fast zurück zum Gladiolenzüchten in seine Heimat geschickt worden wäre, sagte nach dem Spiel: "Ich habe zum Vorstand gesagt, dass wir alle Titel feiern werden. Ich bin ein Feierbiest."

Welches Spiel haben Sie mit gutem Gewissen verpasst?

Eintracht Frankfurt gegen Hoffenheim – ein seltsames Spiel zweier seltsamer Mannschaften aus dem viel zitierten Niemandsland der Tabelle. Wie es ausgegangen ist, daran erinnern wir uns nur dank der pflichtbewussten Sky-Konferenz-Regisseure, die uns trotz der Spannung in vielen anderen Stadien, die Tore des ghanaischen Prinzen Tagoe in etlichen Zeitlupen präsentierten. Der von uns empfohlene Ausflug in den Taunus wäre für hessische Fußballfans die unterhaltsamere Empfehlung gewesen. Am nächsten Spieltag wird es eine Reihe weiterer solcher Freundschaftstreffen geben, wieder dabei: die Eintracht. Wir raten zum Vogelsberg.

Wer sorgte für die größte Überraschung?

Hannover 96, vor zwei Wochen noch mit 0:7 unter bayerische Räder geraten, schoss sechs Tore und gestaltete nicht nur den Blick auf die eigene Tordifferenz etwas erträglicher, sondern landete auch den höchsten Bundesligasieg seit 1965. Damals gab es ein 6:0 gegen Borussia Neunkirchen, einem heutigen Oberligisten aus dem Saarland. Diesmal, beim 6:1 gegen Mönchengladbach, traf sogar Mike Hanke – zum ersten Mal in dieser Saison. Wohlgemerkt, der Mann ist Stürmer. Nun ist Hannover, das lange Zeit den zerfahrensten Eindruck aller Abstiegskandidaten hinterließ, vor dem letzten Spieltag auf  Rang 15 geklettert. Am Samstag wird die Delegation um Mirko Slomka und Martin Kind zum Abstiegsfinale nach Bochum reisen.

Wer stand im Blickpunkt?

Felix Magath, ihm glückt doch nicht alles. Vor lauter Negativrhetorik gegen den Konkurrenten aus München vergaßen die Schalker, das eigene Heimspiel gegen Bremen zu gewinnen. Trotzdem wurde Magath nach Schlusspfiff von den Schalker Fans für Platz zwei gefeiert, der verbeugte sich artig wie ein Dirigent nach der Aufführung. Nun darf Magath sich im nächsten Jahr im Konzert der ganz Großen, der Champions League, versuchen. Vor einem Jahr hatte er darauf noch verzichtet, als er Meister Wolfsburg verließ.