Der Hamburger Sportverein ist seine ärgsten Personalprobleme vorerst los: Der Fußball-Bundesligist gab bekannt, mit Armin Veh als Trainer in die neue Saison zu gehen. Zudem übernimmt Bastian Reinhardt künftig den Posten des Sportdirektors.

Der 49-jährige Veh wird Nachfolger von Bruno Labbadia, der vor dem Halbfinalrückspiel in der Europa-Liga beim FC Fulham beurlaubt worden war. Veh – im Januar beim VfL Wolfsburg durch Lorenz-Günther Köstner ersetzt – holte 2007 mit dem VfB Stuttgart die deutsche Meisterschaft und stand zudem im Endspiel des DFB-Pokals. In Hamburg soll er nun einen Zweijahresvertrag bekommen.

Er ist in der siebenjährigen Amtszeit von HSV-Chef Bernd Hofmann bereits der siebte Trainer. Auch Interimscoach Ricardo Moniz hatte sich Hoffnungen auf das Amt gemacht, geht nun aber zum ehemaligen HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer nach Salzburg.

Dessen Nachfolge in Hamburg ist nach elfmonatiger Hängepartie nun auch geregelt: Der ehemalige Profi Bastian Reinhardt fungiert künftig als Sportdirektor des HSV. Der 166-malige Bundesligaspieler beendete nach einem Mittelfußbruch seine Karriere und absolvierte zuletzt ein Praktikum in der Pressestelle der Norddeutschen. Jetzt rückt der 34-Jährige in den vierköpfigen Vorstand auf und wird künftig eng mit Urs Siegenthaler zusammenarbeiten, der nach der WM in Südafrika seine Tätigkeit für die Nationalelf beendet und dann beim HSV das Scouting und die Kaderplanung übernimmt.