Die deutsche Eishockey-Auswahl hat dem Druck vor heimischen Publikum standgehalten: Im entscheidenden Vorrundenspiel bezwang das Team von Trainer Uwe Krupp in Köln die Dänen mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0). Nach der Niederlage gegen Finnland hätte bei einer weiteren Pleite das vorzeitige Aus und der Gang in die Abstiegsrunde gedroht.

Stattdessen kann die Nationalmannschaft nun den Blick auf die erste Viertelfinal-Teilnahme seit 2003 richten. Dazu gilt es, die Zwischenrunde zu überstehen, in der jedoch harte Konkurrenz wartet: Weltmeister Russland, Weißrussland sowie voraussichtlich die Slowakei werden ab Freitag die Gegner sein. Die drei Punkte aus dem Sieg gegen die bereits zuvor qualifizierten Dänen nimmt die deutsche Auswahl mit.

Dabei hatte das Spiel gegen das Nachbarland denkbar schlecht begonnen: Philip Larsen schoss in der 4. Minute aus Nahdistanz ein, als Patrick Hager und Alexander Sulzer auf der Strafbank saßen. Torhüter Dennis Endras im deutschen Gehäuse hatte keine Chance. Wenig später musste noch Sven Felski in die Kühlbox, doch diese 3:5-Unterzahl überstanden die Gastgeber.

Erst danach fand das Team von Bundestrainer Uwe Krupp endlich ins Spiel und schaffte in Überzahl schnell den Ausgleich. NHL-Profi Marcel Goc fälschte in Überzahl einen Schuss von Sulzer unhaltbar ab. Christoph Ullmann und John Tripp hatten nur Sekunden später sogar die Führung auf den Schlägern.

Bundestrainer Krupp hatte drei der vier Sturmreihen verändert, um nach bisher nur zwei Toren für mehr Gefahr zu sorgen. Seine Mannschaft ging wie gefordert geradliniger zu Werke und schaffte mit einem Doppelschlag die mittlerweile verdiente Führung: Mit seinem zweiten Turniertor brachte Schütz das DEB-Team auf Kurs (34.), kurz darauf rutschte ein Schuss von Nikolai Goc durch die Schoner des dänischen Schlussmanns Patrick Galbraith (36.).

Die nicht in Bestbesetzung angetretenen Dänen drängten danach auf den Ausgleich, waren gegen die einsatzfreudigen Deutschen aber nicht so stark wie bei den Siegen über die Favoriten Finnland und die USA. Zudem saßen die Dänen zu oft auf der Strafbank. Den meisten der 18.623 Fans in der ausverkauften Arena war das nur Recht: Nach Spielende feierten sie mit der deutschen Auswahl das Weiterkommen.