Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss bei der Weltmeisterschaft in Südafrika auch ohne den Stuttgarter Christian Träsch auskommen. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler fällt wegen einer schweren Kapsel- und Bandverletzung am rechten Fuß für das Turnier in Südafrika aus. Träsch wäre erst in sechs Wochen wieder "spielfähig" gewesen, teilte Co-Trainer Hansi Flick am Dienstag in Südtirol mit. "Wir bedauern alle seinen Ausfall. Er hatte im Training überzeugt und wäre im endgültigen WM-Kader gewesen", sagte Flick.

Träsch hatte die Verletzung am Pfingstmontag in einem Testspiel der DFB-Auswahl gegen den FC Südtirol ohne Gegnereinwirkung erlitten. Bundestrainer Joachim Löw verzichtet trotz des weiteren Ausfalls im Mittelfeld auf eine Nachnominierung.

Natürlich sei man nach dem Ausfall von Kapitän Michael Ballack und dem des möglichen Ersatzes Träsch in diesem Mannschaftsteil "dünn" aufgestellt, bestätigte Flick. Aber man verfüge weiterhin über "mehrere Optionen". Namentlich nannte Löws Assistent die Abwehrspieler Heiko Westermann und Dennis Aogo, die beide auch schon im defensiven Mittelfeld gespielt hätten.

Der vorläufige deutsche WM-Kader umfasst nach dem Ausfall von Ballack und Träsch noch 25 Akteure. Löw muss bis zur Meldung des endgültigen 23-Mann-Aufgebotes am 1. Juni nun nur noch zwei Spieler streichen. Nach Kapitän Ballack, Torwart René Adler und Mittelfeldspieler Simon Rolfes ist Träsch bereits der vierte verletzungsbedingte Ausfall. "Damit sind wir genug gestraft", kommentierte Flick.

Eingetroffen im Trainingslager sind mittlerweile auch die ersten vier der insgesamt sieben Bayern-Nationalspieler. Miroslav Klose, Mario Gomez, Thomas Müller, Holger Badstuber sollen schon am Nachmittag das Training aufnehmen, kündigte Flick an. Den übrigen WM-Kandidaten gönnt Löw nach einer Mountainbike-Tour am Morgen einen ersten freien Nachmittag in Südtirol. Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Hans-Jörg Butt werden am Mittwoch in Südtirol den Kader komplettieren.