Die Schach-Weltmeisterschaft in Sofia geht über die volle Distanz von zwölf Partien. Titelverteidiger Viswanathan Anand aus Indien und sein bulgarischer Herausforderer Wesselin Topalow trennten sich am Sonntag in einer hartumkämpften Partie mit einem Remis. Es war die dritte Punkteteilung nacheinander. Damit steht es nach elf Runden 5,5:5,5. Für den WM-Sieg werden 6,5 Punkte benötigt.

Anand hatte Weiß und wählte zum ersten Mal in diesem WM-Duell die Englische Eröffnung. In der Partiemitte besaß der Weltmeister leichte Stellungsvorteile, aber Topalow konnte das Spiel vereinfachen und zeigte im Endspiel mit Turm und Springer mehr Aktivität. Sie reichte jedoch nicht, um die Partie zu gewinnen. Beide Spieler stellten sich
bis zuletzt Fallen, aber keiner hatte Erfolg damit. Nach knapp sechs Stunden einigten sich beide Kontrahenten im 65. Zug auf Remis.

Nach einem Ruhetag am Montag wird in der bulgarischen Hauptstadt am Dienstag die 12. und letzte reguläre Partie ausgetragen. Topalow hat dann noch einmal den Vorteil der weißen Figuren. Bisher gelang es noch keinem der beiden Großmeister, eine Partie mit Schwarz zu gewinnen. Sollte das Spiel ebenfalls mit einem Remis enden, wird der Weltmeister beim Stand von 6:6 in einem Tiebreak über vier Partien mit verkürzter Bedenkzeit ermittelt.