Bei einem Gedränge an den Eingangsstoren des Makhulong-Stadions in Johannesburg wurden mindestens 14 Menschen verletzt, teilte die Polizei mit. Etwa 10.000 Fußballfans hatten vor der Arena darauf gewartet, das Testspiel zwischen Nigeria und Nordkorea zu sehen. Als die Tore geöffnet wurden, stürmte die Menge unkontrolliert ins Stadion. Zahlreiche Menschen stürzten, einige wurden niedergetrampelt. Auch zwei Kinder, nicht älter als zehn Jahre, sollen unter den Verletzten sein. Nach dem ersten Ansturm schloss die Polizei zunächst die Tore. Als sie erneut geöffnet wurden, stürmten die noch wartenden Fans wieder ins Stadion. Erneut gab es Stürze.

Nach Angaben afrikanischer Medien entkamen einige Besucher nur knapp dem Tod. Eine Frau musste den Berichten zufolge von einem Polizisten wiederbelebt werden. Dahingegen sagte der Sprecher der Sicherheitsdienste, Roger Mamailaes, es sei niemand schwer verletzt worden. Das Stadion Makhulong in einem Außenbezirk von Johannesburg fasst etwa 12.000 Zuschauer.

Der Grund für das Chaos waren offenbar organisatorische Fehler. Ein Sprecher der für die WM eingerichteten Einsatzzentrale sagte, es habe eine Kommunikationspanne gegeben. Die aufgebrachten Fans hätten geglaubt, dass sie für das Spiel Eintritt bezahlen müssten, obwohl es ein Gratisspiel war. Da es sich bei dem Spiel um ein Freundschaftsspiel gehandelt hatte und nicht unter der Aufsicht des Weltverbandes Fifa stand, war der Sicherheitsdienst der Weltmeisterschaft nicht anwesend.

Das Spiel der beiden WM-Teilnehmer wurde wegen der Zwischenfälle für etwa zehn Minuten unterbrochen. Die Partie endete 3:1 für Nigeria.