Wer spielte wie gegen wen?

Bayern München – FSV Mainz 05 1:2

Werder Bremen – Hamburger SV 3:2

FC St. Pauli – Borussia Dortmund 1:3

FC Schalke 04 – Borussia Mönchengladbach 2:2

VfB Stuttgart – Bayer Leverkusen 1:4

VfL Wolfsburg – SC Freiburg 2:1

1. FC Kaiserslautern – Hannover 96 0:1

1. FC Köln – TSG Hoffenheim 1:1

Eintracht Frankfurt – 1. FC Nürnberg 2:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Der Fußballfreund schaut Mainz, bestaunt Mainz, liebt Mainz. In München stellen sich die Gegner normalerweise hinten rein und verderben den Bayern das Spiel. Die Mainzer hingegen gelang dies mit Vorwärtsverteidigung. Sie setzten den Meister so unter Druck, dass Bastian Schweinsteiger, Mark van Bommel oder Philipp Lahm, drei der passsichersten Bundesligaspieler, den Ball vor lauter Hilflosigkeit ins Aus schossen. Und erzielten selbst zwei Traumtore. Wie Bremen eine Woche zuvor, glaubten die Münchner, einen schlechten Tag erwischt zu haben. Doch es sind die Mainzer, die einen Gegner schlecht aussehen lassen. Dazu besitzen sie noch die Frechheit, das Oktoberfest zu ignorieren und stattdessen nach Hause zu fliegen, um mit den Spielern zu feiern, die nicht im Kader waren. München war für Mainz nur einen Stippvisite.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Obwohl Torjäger Grafite ein Backup aus dem Meisterjahr 2009 eingespielt hat, konnte man sich den Wolfsburger Sieg gegen Freiburg sparen. Zumal man den Sonntagnachmittag ohnehin besser auf dem Kreisligasportplatz verbringt. Was noch? Mittelschweres Fremdschämen verursachten die "Bruchweg Boys" im ZDF-Sportstudio. Bei ihrer Luftgitarrennummer konnten die Mainzer Lewis Holtby, André Schürrle und Adam Szalai lange nicht an ihren Witz auf dem Spielfeld heranreichen. Ihr Auftritt hatte in etwa so viel Sex wie diese Jungs:

Wer stand im Blickpunkt?

Heutzutage kommt es selten vor, dass ein Trainer seine Spieler öffentlich und namentlich kritisiert. Es hat sich herumgesprochen, dass das nicht gut ist für deren Psyche und den Teamgeist. Doch HSV-Coach Armin Veh pfiff auf diese Erkenntnis, als er Piotr Trochowski für das Gegentor verantwortlich machte, das zur Niederlage in Bremen geführt hat. Direkt nach Abpfiff las Veh dem Eingewechselten auf dem Platz gestikulierend die Leviten. Kurz darauf ließ er am Mikrofon vor den TV-Kameras Dampf ab: "Ich sitze jetzt hier und muss wieder eine Niederlage erklären. Ich hab mich maßlos geärgert. Wir sind hier im Profifußball." Der vermeintliche Amateur Trochowski war unmittelbar vor Spielende in den Bremer Mittelfeldverkehr reingerannt und hatte den Ball verloren. Den daraus resultierenden Konter schloss Werder zum 3:2 ab. Und die schöne Hamburger Aufholjagd (von 0:2 auf 2:2) war genauso futsch wie die Laune des Trainers.