Wer spielt wann gegen wen?

FC Schalke 04 – FC St. Pauli (Fr, 20.30 Uhr)

Hamburger SV – 1899 Hoffenheim (Sa, 15.30 Uhr)

Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg

Borussia Mönchengladbach – Bayern München

SC Freiburg – FSV Mainz 05

1. FC Nürnberg – 1. FC Köln

Hannover 96 – Borussia Dortmund (So, 15.30 Uhr)

Bayer Leverkusen – 1. FC Kaiserslautern (So, 17.30 Uhr)

VfB Stuttgart – Werder Bremen

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Gladbach gegen Bayern. Das klingt nach den Siebzigern, nach Bökelberg, albernen Koteletten und Flokatiteppich. Zwischen 1969 und 1977 machten beide Vereine die deutsche Meisterschaft unter sich aus. Zeiten, an die sich manch Borussen-Veteran wehmütig erinnern wird, ist die Elf von Michael Frontzeck doch so weit weg von einer eventuellen Meisterschaft wie kein anderes Team der Liga. Die Bayern sind etwas näher dran, aber nicht nah genug. Grund genug für Uli Hoeneß sein Herz wieder mal auf der Zunge zu platzieren . Oder war es sein Verstand? Rein sportlich ist dem Bayern-Trainer Louis van Gaal ja (noch) nicht allzu viel vorzuwerfen. Hoeneß scheint sich eher an dem neuen Wind zu stören , den der Niederländer da durch seinen Verein bläst. Die große Bayern-Familie, in der sich der Patriarch Uli die Sorgen seiner Liebsten anhört und weise Ratschläge verteilt, drohte zu zerbrechen. Mit seiner Kritik und dem Rotwein-Frieden von Cluj hat sich Hoeneß wieder ein Stück weit zurück ins operative Geschäft gebracht. Er darf wieder mitreden, nicht nur vor Fernsehkameras. Sollte das Spiel in Mönchengladbach aber tatsächlich verloren gehen, kann es mit der bajuwarisch-nordholländischen Übereinkunft auch ganz schnell wieder vorbei sein.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Stuttgart gegen Bremen. Es ist das Spiel der Teams, die sich eigentlich in höheren Tabellenregionen vermutet hätten. Während man beim VfB Stuttgart durch Erfolge in Madrider Vor- und dänischen Großstädten so etwas wie ein Zwischenhoch konstatieren kann, ist die Bremer Saison schon nach wenigen Wochen irreparabel kaputt. Aus im Pokal, Aus in Europa, in der Liga allenfalls Mittelmaß. In früheren Schwächephasen konnte man sich wenigstens am schönen Spiel berauschen, aber auch das will derzeit nicht gelingen. Ein bisschen ratlos wirken sie daher, die Bremer. Nicht überraschend, aber gerade deshalb gar nicht hoch genug einzuschätzen ist, dass sich Trainer Thomas Schaaf dennoch keine Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen muss. "Schaa-haaf raus" klingt ja auch irgendwie blöd.

Wer steht im Blickpunkt?

Dortmunds Mario Götze. Nachdem Lewis Holtby und André Schürrle, man mag es kaum glauben, auf dem Fußballfeld den einen oder anderen Ball verloren haben, sucht sich der Fußballhype ein neues Opfer. Es heißt Mario Götze und gilt, weil er schon zweimal die Fritz-Walter-Medaille in Gold für den besten Nachwuchsspieler seines Jahrgangs gewonnen hat, als Wunderkind. Beim BVB darf er keine Interviews geben, sondern muss Wasserkisten schleppen. Die sollen ihn erden. Was für den künftigen Superstar Götze spricht: Er ist 18, hat erst 14 Bundesligaspiele und Gefühl für Ball und Raum, als wäre er schon ewig dabei. Was gegen ihn spricht: Götze ist 18 und hat erst 14 Bundesligaspiele.