FSV Mainz 05 – FC Schalke 04 0:1 (0:1)

Mit einem schmucklosen Sieg in Mainz hat sich Schalke 04 weiter aus der Abstiegszone der Bundesliga entfernt. Jefferson Farfan traf vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion in der 30. Minute zum Sieg. Die Gäste konnten sich sogar einen verschossenen Foulelfmeter von Klaas Jan Huntelaar leisten, auf der Gegenseite scheiterte André Schürrle per Strafstoß an Manuel Neuer. Während sich die Mannschaft von Felix Magath vom 15. auf den 10. Platz verbesserte, rutschte Mainz auf den vierten Rang ab.

So schlecht platziert waren die Rheinhessen zuletzt am ersten Spieltag. Mainz ist gegen Schalke nun schon seit 525 Minuten torlos, verlor zudem vier der letzten fünf Heimspiele. Die Gäste zeigten sich mit dem Rückenwind des Gruppensiegs in der Champions League stark verbessert und traten nun auch in der Bundesliga auswärts ganz anders auf als zuletzt beim 0:5 in Kaiserslautern.

Thomas Tuchel hatte seine Anfangs-Elf im Vergleich zum 1:2 bei Eintracht Frankfurt auf fünf Positionen umgestellt. Sein Schalker Kollege Magath ersetzte nach dem 2:1 in der Champions League bei Benfica Lissabon Kyriakos Papadopoulos durch Farfan. Dieser Wechsel machte sich bezahlt, der Peruaner war der überragende Schalker Akteur.

Schon die Anfangsphase hatte es in sich. Chancen auf beiden Seiten und der erste Aufreger in der achten Minute: Der 05-Verteidiger Christian Fuchs foulte an der Strafraumgrenze fast in Höhe der Grundlinie Farfan, der Schiedsrichter Felix Brych pfiff Strafstoß. Alle Mainzer Proteste halfen nichts, dafür stand das Glück den Gastgebern zur Seite. Huntelaar schoss den Ball vom Elfmeterpunkt an den linken Innenpfosten, von dort sprang der Ball an den Rücken von Christian Wetklo und dann ins Aus statt ins Tor. Wetklo, der sich noch lange nicht über den Strafstoß beruhigt hatte, sah danach die Gelbe Karte wegen Reklamierens.

Das Spieltempo ließ etwas nach, Schalke wurde dank der besseren Spielanlage mehr und mehr zur bestimmenden Mannschaft. Die Westfalen standen in der Abwehr kompakt und ließen die Mainzer kaum zur Entfaltung kommen. Zwingende Schalker Torchancen blieben zunächst aus, bis sich nach einer halben Stunde Lukas Schmitz auf links durchsetzte und klug in den Rücken der Mainzer Abwehr passte. Jose Manuel Jurado scheiterte noch im ersten Versuch, doch dann war Farfan zur Stelle und traf aus etwa zehn Metern.

Mit der Führung im Rücken kontrollierte Schalke das Spiel. Mainz entwickelte keinen Zug nach vorn und machte sich selbst das Leben durch Fehlpässe und fruchtlose Dribblings schwer. "Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen", urteilte der Mainzer Präsident Harald Strutz zur Halbzeit.

Nach einer Stunde setzte Tuchel mit einem Dreier-Wechsel alles auf eine Karte. Der Ex-Schalker Lewis Holtby, Marco Caligiuri und Adam Szalai kamen für Elkin Soto, Marcel Risse und Andreas Ivanschitz. Auch diese Maßnahme drohte zu verpuffen, bis fast aus dem Nichts Mainz die Chancen zum Ausgleich geschenkt bekam. Nach einem Patzer von Christoph Metzelder brachte Neuer Szalai zu Fall und hielt wenig später Schürrles Strafstoß. Szalais abgefälschter Nachschuss traf nur die Latte. Die Mainzer blieben bis zum Schluss bemüht, konnten sich aber keine klaren Torchancen mehr erspielen.

FSV Mainz 05: Wetklo - Heller, Bungert, Noveski, Fuchs - Risse (60. Caligiuri), Polanski, Soto (60. Holtby), Ivanschitz (60. Szalai) - Allagui, Schürrle
FC Schalke 04: Neuer - Uchida (87. Matip), Höwedes, Metzelder, Schmitz - Kluge (62. Papadopoulos), Rakitic - Farfán, Jurado (38. Edu) - Huntelaar, Raúl
Schiedsrichter: Brych (München)
Zuschauer: 20.300 (ausverkauft)
Tor: 0:1 Farfán (30.)
Besonderes Vorkommnis: Huntelaar (FC Schalke 04) verschießt Foulelfmeter (8.), Schürrle (FSV Mainz 05) scheitert mit Foulelfmeter an Neuer (73.)
Gelbe Karten: Noveski (3), Polanski (4), Szalai (2), Wetklo (3) / Edu (1), Farfán (3)
Beste Spieler: Noveski, Allagui / Farfán, Rakitic