Wer spielt wann gegen wen?

Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund (Freitag, 20.30 Uhr)

Werder Bremen – 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)

VfB Stuttgart – FSV Mainz 05

VfL Wolfsburg – Bayern München

1. FC Nürnberg – Borussia Mönchengladbach

FC St. Pauli – SC Freiburg

FC Schalke 04 – Hamburger SV (Samstag, 18.30 Uhr)

Eintracht Frankfurt – Hannover 96 (Sonntag, 15.30 Uhr)

1. FC Kaiserslautern – 1. FC Köln (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Dortmund ( live im Ticker und auf Twitter mit unserem Reporter , siehe Antwort weiter unten). Man möchte in diesen Wochen nicht in der Haut von Jupp Heynckes stecken. Die ist nicht nur betagter als alle anderen Bundesligatrainerhäute, ihr Eigner steht zudem vor einer unangenehmen Entscheidung. Er muss den Löw machen. Es geht um Michael Ballack, auf den sich nach überstandener Langzeitverletzung die Kameras und Diktiergeräte der Nation richten. Der einstige "Capitano" ist wieder fit genug, um seinem Beruf nachzugehen. Doch Heynckes wird Ballack im Spitzenspiel wohl zunächst auf die Bank setzen. Was nicht nur an Ballacks fehlender Spielpraxis liegen dürfte. Die Positionen im defensiven Mittelfeld sind auch ohne Ballack vorzüglich besetzt. Arturo Vidal war der beste Hinrunden-Akteur der Leverkusener, der Kapitän Simon Rolfes ist dort ebenfalls kaum wegzudenken. Ein Déjà-vu für Michael Ballack. Auch vom Nationaltrainer wurde er wie ein klappriger Gebrauchtwagen vorerst in der Garage abgestellt . In Leverkusen allerdings kommt erschwerend hinzu, dass sie für ihren Alten recht tief ins Portemonnaie gegriffen haben. Klar, dass die Verantwortlichen ihren Lustkauf nicht dahinrosten sehen wollen.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Leverkusen gegen Dortmund. Glaubt man einem mittelgroßen Sportwettenanbieter ist dieses Spitzenduell irrelevant, weil die Meisterschaft schon längst entschieden ist. Die Firma erklärte nämlich nicht nur, dass sie keine Wetten mehr auf Borussia Dortmund annehmen werde, sondern kürte den Klub vorzeitig zum Deutschen Meister. Jeder, der zu Beginn der Spielzeit den reichlich wagemutigen Dortmunder Meistertipp abgab, wird bereits jetzt ausgezahlt. Nach Angaben des Unternehmens sollen mehrere Zehntausend Euro unterwegs sein, einige Zocker bekommen mehr als das 30-fache ihres Einsatzes zurück. Die Namen Klopp, Sahin und Kagawa sollen aber nicht auf den Gewinnerlisten stehen.

Wer steht im Blickpunkt?

Die TSG – 1899, so viel Zeit muss sein – Hoffenheim beim Spiel in Bremen. Der Kraichgau zählt wegen seiner fruchtbaren Böden zu den Kornkammern Süddeutschlands, weiß Wikipedia . Er sollte auch bald, so plante es Ralf Rangnick, zu den Fußballschatzkammern Gesamtdeutschlands zählen. Der Milliardär Dietmar Hopp aber mag es scheinbar eine Nummer kleiner. Dies war wohl der Grundkonflikt um eine der seltsamsten Trainerentlassungen der Bundesligageschichte . Der Trainer Rangnick wollte Siege, der Mäzen Hopp wollte Geld. Schließlich pumpte er, laut Kicker , in fünf Jahren 235 Millionen Euro in den Verein und wollte jetzt auch mal was zurückhaben. So verscherbelte Hopp hinter des Trainers Rücken den besten Hinrundenhoffenheimer, Luiz Gustavo, an den FC Bayern. Merkwürdig nur, dass Rangnick in dieser Woche gegenüber der Süddeutschen Zeitung andeutete, diesem Transfer gar nicht unbedingt im Weg gestanden zu haben. Vielleicht sei der Abschied ja unnötig gewesen, sagte er. Der Imageschaden jedenfalls ist enorm. Hoffenheim ist jetzt nicht mehr das moralisch zwar kritisch zu betrachtende, sportlich aber reizvolle Fußballprojekt. Sondern nur noch das Spielzeug eines wankelmütig wirkenden Milliardärs.