SC Freiburg – Eintracht Frankfurt 0:0

Eintracht Frankfurt hat seine Talfahrt gestoppt und den Ansturm des SC Freiburg auf einen Europa-League-Platz gebremst. Nach drei Pleiten in Serie holten die Hessen beim 0:0 in Freiburg den ersten Punkt in der Rückrunde, bleiben aber seit 363 Minuten ohne Torerfolg.

Vor 21.900 Zuschauern bauten die Breisgauer zwar ihre Erfolgsserie auf sieben Spiele ohne Niederlage aus, aber den elften Saisonsieg hatten die Gastgeber in der mäßigen Partie nicht verdient. Vor allem das Duell zwischen Freiburgs Torjäger Papiss Demba Cissé (15 Tore) und seinem Frankfurter Kollegen Theofanis Gekas (14) war eine Enttäuschung.

Freiburgs Coach Robin Dutt weigerte sich vor Spielbeginn trotz des zuletzt positiven Trends weiter hartnäckig, ein neues Ziel auszugeben. Sichtlich unzufrieden verfolgte er die schwunglose Vorstellung seines Teams. Mit geschicktem Raumverhalten neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend und ließen kaum Spielfluss zu. Das Hauptgeschehen spielte sich im Mittelfeld ab, Torszenen gab es fast keine. Erst in der 22. Minute sorgte Eintracht-Kapitän Patrick Ochs für den ersten Aufreger, als er nach einer Flanke von Georgios Tzavellas SC-Keeper Oliver Baumann prüfte.

Von Verunsicherung nach den drei Niederlagen war bei der Eintracht nichts zu sehen. Die engagierten Frankfurter agierten mutiger und gefährlicher. Nach einem Annäherungsversuch von Caio aus spitzem Winkel (39.) schaufelte der Schweizer Pirmin Schwegler (40.) den Ball knapp drüber, ehe erneut Ochs die beste Frankfurter Möglichkeit zur verdienten Pausenführung vergab. Frei vor Baumann, setzte der Dauerläufer den Ball aus zehn Metern über das Tor (43.).

Statt einer kritischen Halbzeitanalyse freute sich Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner lieber über die erfolgreiche Personalpolitik und die Vertragsverlängerung von Julian Schuster. Bei allem Gerede über das Söldnertum sei Schuster ein "positives Gegenbeispiel", weil er sich trotz "deutlich besser dotierter Angebote" entschied, im Breisgau zu bleiben. Zwei Tage zuvor war auch Dufners Kontrakt (bis 2014) verlängert worden.

Nach dem Wechsel waren die Freiburger mit Ballbesitzfußball um mehr Zug zum gegnerischen Tor bemüht, doch bis zur ersten Chance für die Gastgeber dauerte es bis zur 57. Minute: Der starke Makiadi scheiterte mit einem gefährlichen Weitschuss. Die Frankfurter verlegten sich fast ausschließlich auf Konter, der harmlose Kopfball von Gekas (64.) diente als Indiz für die nachlassende Angriffslust der Gäste. Stattdessen vergab erneut Makiadi (75.) das 1:0. Erst jetzt wachten die Frankfurter wieder auf. Fast aus dem Nichts traf Eintracht-Verteidiger Maik Franz (80.) die Latte. Viel mehr passierte nicht.

SC Freiburg: Baumann - Mujdza, Barth, Butscher, Bastians - Makiadi (85. Reisinger) - Abdessadki (65. Jendrisek), Rosenthal (78. Caligiuri), Flum, Nicu - Cissé

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Jung, Franz, Russ, Tzavellas - Schwegler - Ochs, Caio, Meier, Köhler (78. Altintop) - Gekas (90.+1 Fenin)

Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)

Zuschauer: 21.900

Gelbe Karten: - / Franz (6), Meier (3)

Beste Spieler: Mujdza, Makiadi / Franz, Schwegler