Maria Riesch hat bei ihrer Heim-WM die Bronzemedaille im Super-G gewonnen. Die 26-Jährige musste sich im Auftaktrennen der alpinen Ski-Weltmeisterschaften von Garmisch Partenkirchen der Österreicherin Elisabeth Görgl und Julia Mancuso aus den USA geschlagen geben. Görgl lag in 1:23,82 Minuten 5/100 Sekunden vor Mancuso und 21/100 Sekunden vor Riesch.

"Es ist natürlich sehr viel Erwartungshaltung gewesen von außen und auch von mir selber", sagte Riesch, die Doppel-Olympiasiegerin, die ihre erste Medaille im Super-G holte. "Ich bin jetzt sehr erleichtert, denn man muss sehen, ich hatte zwar eine gute Saison im Super-G, aber seit drei Jahren keinen mehr gewonnen. Es wäre also kein Weltuntergang gewesen, wenn es heute mit der Medaille nicht geklappt hätte." Sie sei "überglücklich", dass es gleich im ersten Rennen mit einer Medaille geklappt habe. "Das nimmt erst mal den ganz großen Druck weg. Deswegen bin ich aber nicht weniger motiviert für die nächsten Rennen," sagte sie.

Titelverteidigerin Lindsey Vonn aus den USA verpasste als Siebte eine Woche nach ihrer im Training erlittenen Gehirnerschütterung eine Medaille. Die Oberstdorferin Gina Stechert kam mit Startnummer 30 in der FIS-Schneise zu Fall. Auch Olympiasiegerin Andrea Fischbacher aus Österreich stürzte, kam aber dem ersten Anschein nach ohne schwere Verletzung davon.

Vor rund 7500 Zuschauern durfte sich Elisabeth Görgl über ihren ersten Titel bei Großereignissen freuen. Görgl triumphierte mit der besten Fahrt auf der eisigen, aber fahrbaren Kandahar-Piste. "Ich hab gewusst, was ich zu tun habe. Ich hab fast alles richtig gemacht und voll attackiert", sagte Görgl, die zuvor einen Weltcup-Super-G gewonnen hatte und insgesamt viermal auf dem Podest stand. Sie hatte am Abend zuvor bei der Eröffnungsfeier das WM-Lied gesungen.