FC Valencia – Schalke 04 1:1 (1:0)

Raúl hat die Rückkehr nach Spanien mit einem Tor gekrönt und dem FC Schalke 04 Hoffnung auf das Viertelfinale der Champions League gemacht. Der Spanier erzielte im Hinspiel beim FC Valencia in der 64. Minute seinen 71. Treffer im Europapokal. Im Rückspiel am 9. März in der heimischen Arena reicht den Schalkern schon ein torloses Remis zum Einzug in die Runde der letzten Acht in der Fußball-Königsklasse.

Raúl wurde bei seinem ersten Auftritt in der spanischen Heimat seit Beginn des Schalke-Engagments im Sommer 2010 sehr freundlich empfangen. Auf Spruchbändern grüßten ihn die spanischen Fans. Bis zu seinem erhofften 13. Tor für seinen neuen Club gegen den spanischen Lieblingskontrahenten glückte dem 33-Jährigen allerdings wenig. Der Routinier wirkte aufgedreht und hatte kein Fortune, dann schlug er aber zu und überholtemit seinem Treffer  im Europa-Ranking sogar Filipo Inzaghi (AC Mailand/70 Tore).

Die erste große Chance des Spiels bot sich seinem seit fast drei Monaten im Schalke-Trikot glücklosen Sturmpartner Klaas Jan Huntelaar (9.). Völlig frei stand der Niederländer nach Zuspiel von Benedikt Höwedes vor dem Valencia-Tor, traf aber – bezeichnend für seine Form – den Ball nicht.

Schalke war in der Anfangsphase weiter mutig, aber die Ernüchterung folgte rasch. Soldado war viel zu schnell für Christoph Metzelder und schoss aus kurzer Distanz unbedrängt zu seinem sechsten Champions-League-Tor im sechsten Spiel ein. Schlechter hätte es für die Gelsenkirchener nicht laufen können.

Schalke zeigte sich immerhin trotzig. Jefferson Farfan versuchte über rechts Druck zu machen. Einen Kopfball von Peer Kluge (26.) konnte Valencia-Torwart Vicente Guaita gerade noch über das Tor lenken. In der zuletzt wieder gelobten Schalke-Abwehr stimmte die Abstimmung allerdings überhaupt nicht. Mit schnellem Spiel brachten die Gastgeber S04 immer wieder durcheinander. Soldados Kopfball (30.) strich knapp vorbei. Aritz Aduriz (33.) traf das Außennetz, viel sprach für die erste Schalke-Niederlage in Valencia, nachdem es 1997 auf dem Weg zum UEFA-Pokalsieg und 2007 in der Champions-League schon jeweils Unentschieden gegeben hatte.

"Wir haben auch unsere Chancen. Wir müssen ein Tor machen", forderte Sportdirektor Horst Heldt zur Halbzeit. Raúl (48.) kam einem Treffer schnell nahe, doch sein erster Torschuss wurde von Guaita pariert. Auf der Gegenseite parierte Manuel Neuer (54.) gegen Soldado.

Dann kam Raúls großer Moment. In spanischer Co-Produktion mit José Manuel Jurado schoß er zum durchaus schmeichelhaften Ausgleich ein. Gegen kaum ein Team traf Raúl schon im Trikot von Real Madrid so gerne - unter anderem auch im Champions League-Finale 2000.

FC Valencia: Guaita – Miguel, Navarro, Ricardo Costa, Mathieu (79. Jordi Alba) – Topal – Ever (68. Vicente), Tino Costa – Domínguez (68. Joaquín) – Soldado, Aduriz

FC Schalke 04: Neuer – Uchida, Höwedes, Metzelder, Schmitz – Kluge, Matip – Farfán (79. Draxler), Jurado (83. Edu) – Raúl, Huntelaar (90. Hao)

Schiedsrichter: Nikolajew (Russland)

Zuschauer: 45 000

Tore: 1:0 Soldado (17.), 1:1 Raúl (64.)

Gelbe Karten: Ricardo Costa / Jurado, Matip, Neuer

Gelb-Rote Karten: – / Schmitz (90.+4/wiederholtes Foulspiel)

Beste Spieler: Domínguez, Tino Costa / Kluge, Raúl