Die Trennung zwischen dem FC Schalke 04 und Trainer Felix Magath gab der Fußball-Bundesligist in Gelsenkirchen bekannt. Zu einer Sitzung des Aufsichtsrats, in der am Morgen über Magaths berufliche Zukunft endgültig entschieden werden sollte, war der Coach nicht erschienen.

Sein Medienanwalt Ralf Höcker hatte mitgeteilt, eine Teilnahme sei sinnlos. "Der Verein hat Herrn Magath gestern nur eine unvollständige, stichwortartige Tagesordnung des Treffens geschickt. Das genügt nicht." Er habe Schalke daher aufgefordert, die konkreten Vorwürfe zu kommunizieren und die entsprechenden Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Magath ist seit Sommer 2009 Trainer, Manager und Vorstandsmitglied beim Fußball-Bundesligisten. Sein Vertrag läuft bis 2013. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies sagte, aus Sicht des Vereins gebe es sehr gute Gründe für diese Trennung. "Wir werden diese in der Öffentlichkeit nicht kommunizieren, weil nun ein juristisches Verfahren bevorsteht." Dem sehe man "sehr gelassen entgegen". Tönnies fügte hinzu, die Entscheidung sei "für den FC Schalke 04 ein gutes Ergebnis".



Der Club gab bekannt, dass nun der Vorstand neu geordnet wird. Für den sportlichen Bereich und die Kommunikation sei ab sofort Horst Heldt verantwortlich, Peter Peters übernehme die Bereiche Finanzen, Verwaltung und Marketing.

Im nächsten Spiel bei Bayer Leverkusen könnte Magaths bisheriger Co-Trainer Seppo Eichkorn auf der Bank sitzen. Spekuliert wird, Ralf Rangnick könnte Magath nachfolgen. Der 52-Jährige, der am 1. Januar 2011 in Hoffenheim aufgab, stand bereits vom 28. September 2004 bis 12. Dezember 2005 bei Schalke unter Vertrag.