Wer spielt wann gegen wen?

FC St. Pauli – Schalke 04 (Freitag, 20.30 Uhr)
Bayern München – Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr)
Werder Bremen – VfB Stuttgart
Borussia Dortmund – Hannover 96
1. FSV Mainz – SC Freiburg
1. FC Kaiserslautern – Bayer Leverkusen
1899 Hoffenheim – Hamburger SV (Samstag, 18.30 Uhr)
1. FC Köln – 1. FC Nürnberg (Sonntag, 15.30 Uhr)
VfL Wolfsburg – Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Es sind schwierige Zeiten für Schwarz-Gelb. Vor wenigen Wochen noch führte Borussia Dortmund mit heiteren zwölf Punkten Vorsprung die Bundesliga-Tabelle an. In Fußballfachkreisen gratulierte man zur Meisterschaft und suchte nach anderen Themen. Man fand den FC Bayern, der oft verlor, die Frankfurter Eintracht, die nie traf, und Felix Magath, der facebookte. Zwei Spieltage später ist der Vorsprung der Dortmunder auf sieben Punkte zusammengeschrumpft. Und weil der Verfolger aus Leverkusen auch künftig gar nicht mehr daran denken wird, irgendwo Punkte liegen zu lassen, schaut man plötzlich wieder auf den BVB. Die werden doch nicht! Klar, vor der Spielzeit hätten die Dortmunder auch den zweiten Platz gekauft. Diesen, zwischenzeitlich epischen Vorsprung aber noch zu verdaddeln, wäre die größte anzunehmende Blamage. Ein Trauma fast. Das wissen auch die Dortmunder, lassen es sich aber nicht anmerken. Jürgen Klopp wirkte zuletzt zwar etwas dünnhäutig, ein Leistungseinbruch ist bei seinem jungen Team bislang aber nicht auszumachen. Doch am Wochenende geht es gegen Hannover, Tabellendritter, euphorisch, bedrohlich.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Wenn sich in der Rhein-Neckar-Arena zu Sinsheim 1899 Hoffenheim und der Hamburger SV zum Frühjahrskick treffen, dann geht es für beide Vereine nur noch darum, die Scherben einer zerborstenen Saison zusammenzukehren. Gewiss, es hätte schlimmer kommen können, man frage in Wolfsburg, Stuttgart, Frankfurt. Aber Spaß machte diese Spielzeit beiden nicht. Hoffenheim tut unter dem neuen Trainer Marco Pezzaiouli alles dafür, die graue Maus der Liga zu werden, beim HSV versuchen sie sich nach dem Trainer-Vorstand-Sportdirektor-Chaos der vergangenen Wochen irgendwie noch im aufrechten Gang über die Ziellinie der Liga zu retten. Unterhaken können sie sich bei Michael Oenning, dem Neuen auf der Trainerbank. Vielleicht ist er ja tatsächlich Hamburgs Herzblatt?

Wer steht im Blickpunkt?

Vor wenigen Tagen noch hätte das Spiel Wolfsburg gegen Frankfurt bei den meisten Fußballfans ein gleichgültiges Schulterzucken ausgelöst. Jetzt ist alles anders, Christoph Daum ist wieder da. Der Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen schien der vor einigen Jahren eingeschlagene Weg zum seriösen, unaufgeregten Bundesligaklub auf die Dauer doch zu bieder, und so machte er die Eintracht binnen Minuten wieder zur Diva vom Main. Halb Frankfurt pilgerte zu Christoph Daums erstem Training, der Hessische Rundfunk unterbrach sein Programm, um kurzbehoste Männer dabei zu zeigen, wie sie sich zu Übungszwecken den Ball hin- und herschoben. So viele Schlagzeilen über die Eintracht gab es zuletzt als die Stars noch Yeboah, Bein und Gaudino hießen, und nicht Russ, Köhler und Ochs. Wie gewöhnlich gab Daum erst einmal nichtssagende, aber öffentlichkeitswirksame Sätze von sich: "Visionen schaffen Fakten", "Wenn wir den Kopf freikriegen, dann marschieren wir", "Jammern hat noch nie zu meiner Stärke gehört". Bescheidenheit leider auch nicht. Auf der anderen Trainerbank sitzt übrigens Felix Magath, auch unterhaltsam , gegen die seit Generationen überlieferten Weisheiten seines neuen Kollegen wird er aber auch in vielen Monden nicht ankommen. Howgh!