Nach 13 Jahren in der NBA hat das Warten für Dirk Nowitzki ein Ende: Er und seine Dallas Mavericks gewannen am Sonntag die sechste Finalpartie gegen die Miami Heat mit 105:95 und sicherten sich damit den 4:2-Sieg im Playoff-Finale. Teamkapitän Nowitzki erhielt zudem die Trophäe für den wertvollsten Spieler der Finalserie.

Der Titelgewinn ist der erste in der Vereinsgeschichte und krönt die 13. NBA-Saison des 32-Jährigen: "Ich kann es nicht glauben", sagte Nowitzki. "Wir hatten eine Saison mit Höhen und Tiefen. Aber wir haben immer zusammengehalten und weiter hart gearbeitet." Der Sieg ist gleichzeitig eine gelungene Revanche für die 2:4-Finalniederlage gegen Miami Heat vor fünf Jahren.

Noch zu Beginn des Spiels gab es für Nowitzki wenig Grund zur Freude. Hatte er in den fünf Spielen der Serie zuvor 27 Punkte im Schnitt erzielt, verfehlte der Flügelspieler vor der Pause selbst offene Sprungwürfe und traf nur einen von zwölf Versuchen aus dem Feld.

Während ihr Kapitän im ersten Durchgang magere drei Punkte erzielte, übernahmen die Bankspieler einen Großteil der Offensivarbeit. Besonders Jason Terry konnte sich mit seinen energischen Vorstößen und Distanztreffern gegen Miami durchsetzen und war zum Ende der Partie mit 27 Punkten der erfolgreichste Werfer der Mavericks. Zusammen mit JJ Barea, der insgesamt auf 15 Punkte kam, sorgte er so für die knappe 53:51-Führung zur Halbzeit.

Wie verbissen der Kampf um den Meistertitel geführt wurde, zeigte eine Auseinandersetzung im zweiten Viertel. "Mavs"-Defensivspezialist DeShawn Stevenson und Mario Chalmers und Udonis Haslem von den Heat kassierten nach einer Rangelei jeweils ein technisches Foul. Auch Nowitzki bekam im ersten Durchgang zwei frühe Pfiffe gegen sich und wirkte zunächst deutlich gehemmt.

Nach der Pause suchte er zunächst weiter vergebens den gewohnten Rhythmus und versenkte erst Mitte des dritten Viertels seinen ersten Dreipunktewurf zum 71:65. Vor dem letzten Abschnitt baute Dallas die Führung auf neun Punkte aus und ließ die Heat auch danach nicht entscheidend herankommen. Immer wieder leisteten sich Miamis Superstars Dwyane Wade (17 Punkte) und LeBron James (21) leichte Ballverluste, so dass die "Mavs" spätestens mit Nowitzkis Korbleger zum 103:92 eine halbe Minute vor Schluss jubeln durften.