Was hat sich verbessert?

Die Liga. "Die Ansprüche steigen", lautet das neue Mantra von Trainer Markus Babbel. In der Zweiten Liga hat Hertha BSC viele Spiele über die individuelle Qualität gewonnen, das wird gegen Mannschaften wie Dortmund und Bayern München schwer. Um mithalten zu können, hat Hertha vier erstligaerprobte Neuzugänge verpflichtet.

Im Tor dürfte Thomas Kraft ein leistungstechnisches Upgrade zum mitunter wackligen Aufstiegskeeper Maikel Aerts sein, war aber bei Bayern München auch mitunter wacklig zwischen den Pfosten. Maik Franz könnte in der Innenverteidigung Roman Hubnik oder Kapitän Andre Mijatovic verdrängen, was wiederum Unruhe bringen dürfte – und Probleme mit den Schiedsrichtern.

Andreas Ottl, ebenfalls vom FC Bayern, ist ein technisch guter Mittelfeldabräumer, muss allerdings mit Peter Niemeyer oder Fabian Lustenberger um seinen Platz ringen. Der spielstarke Tunay Torun kann ein Gewinn auf praktisch jeder Offensivposition sein, aber mit seinen wilden Dribblings auch in praktisch jeder Defensivposition hängenbleiben.

Wer sind die Stars? 

Neben den Neuen logischerweise die Alten. Adrian Ramos war zwei Spielzeiten in Folge Herthas Toptorschütze, er könnte es nun ein drittes Mal werden. Oder Pierre-Michel Lasogga löst ihn ab, wenn er den nächsten Entwicklungsschritt macht. Dass Hertha mit beiden verlängern konnte, war wichtig.

Auch Raffael wäre in dieser Rubrik zu nennen. Doch wenn der Brasilianer nicht beständiger und torgefährlicher wird, läuft er Gefahr, dass sein gelegentlicher Bankstatus der vergangenen Saison auf "dauerhaft" abgestuft wird.