FC Bayern – FC Zürich 2:0 (1:0)

Arjen Robben und Bastian Schweinsteiger haben dem FC Bayern München den Weg in die Champions League geebnet. Trotz einer verschwenderischen Chancenverwertung gewann der deutsche Fußball-Rekordmeister gegen den FC Zürich.

Mit diesem Vorsprung kann der FC Bayern gelassen zum entscheidenden Qualifikations-Rückspiel am kommenden Dienstag in die Schweiz fahren. Die Bayern sind der Gruppenphase der Champions League und den damit garantierten Einnahmen von 20 Millionen Euro nun sehr nahe.

"Wir haben die besten Voraussetzungen, um in die Gruppenphase einzuziehen. Grundsätzlich ist 2:0 ein gutes Ergebnis, aber es hätte heute ein sehr gutes werden können“, sagte der Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Wenn man so überlegen spielt wie wir in der zweiten Halbzeit, muss man die Chancen verwerten. Das haben wir nicht getan. Deshalb muss man mit dem 2:0 zufrieden sein", sagte der Trainer Jupp Heynckes.

Die Bayern bauten im Spiel schnell Druck auf: Vor 66.000 Zuschauern brachte Schweinsteiger das Team bereits in der 8. Minute in Führung. Nach Robbens scharfer Hereingabe gelang Schweinsteiger eines seiner seltenen Kopfballtore. Vier Minuten später verhinderte Zürichs Torhüter Johnny Leoni gegen den frei vor ihm auftauchenden Philipp Lahm das nächste Tor für die Bayern.

Die Bayern beherrschten den Schweizer Vizemeister klar und hätten schon zur Pause eigentlich höher führen müssen. Die Züricher kamen dagegen nur ganz selten in die Nähe von Manuel Neuer. Für gelegentliche Gefahr sorgte dabei allein Amine Chermiti. Der Ex-Herthaner setzte sich in der 5. Minute im Kopfballduell gegen Holger Badstuber durch, verfehlte aber das Ziel deutlich.

Nach der Pause gingen die Münchner geradezu verschwenderisch mit ihren Torchancen um.

Eine besonders unglückliche Figur vor dem gegnerischen Tor machte Mario Gomez. Der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison vergab die Vorentscheidung, als er den Ball nach Ribérys Maßvorlage aus kurzer Distanz unbedrängt weit am Tor vorbeijagte (51. Minute).

Robben und Franck Ribery spielten beim internationalen Einstand der Bayern erstmals wieder gemeinsam, doch mit dem Genussfußball gegen die Schweizer war es schon bald wieder vorbei. Die überraschend mit Toni Kroos anstelle von Thomas Müller in der zentralen Position angetretenen Münchner hielten das anfängliche Tempo nicht hoch und verfielen wieder in ihren alten Trott. Erst als Müller den farblosen Kroos nach der Halbzeit ablöste, wurden die Aktionen wieder zielstrebiger.

Gleich zweimal vereitelte Leoni gegen Ribéry und den nachsetzenden Lahm (53. Minute) das drohende zweite Tor. Beim Freistoßschuss des immer stärker werdenden Ribéry an den Pfosten (60. Minute) war schließlich auch noch Pech im Spiel. Doch als Gomez den Ball auf Robben zurücklegte und Robben in gewohnter Manier aus 18 Metern mit dem linken Fuß Maß nahm, war das hochverdiente 2:0 für die Bayern perfekt.

In der Nachspielzeit sah bei den Gästen der frühere Lauterer Mathieu Beda die Gelb-Rote Karte, er wird im Rückspiel fehlen.

Bayern München: Neuer - Rafinha, Boateng, Badstuber, Lahm - Luiz Gustavo, Schweinsteiger - Robben, Kroos (57. Müller), Ribéry - Gomez

FC Zürich
: Leoni - Raphael Koch, Béda, Teixeira, Rodriguez - Schönbächler (55. Nikci), Aegerter, Barmettler (67. Buff), Djuric - Mehmedi - Chermiti (84. Drmic)

Schiedsrichter
: Nikolajew (Russland)

Zuschauer
: 66 000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Schweinsteiger (8. Minute), 2:0 Robben (72. Minute)

Gelbe Karten
: Gomez

Gelb-Rote Karten
: Béda (90.+1/wiederholtes Foulspiel)

Beste Spieler
: Luiz Gustavo, Ribéry / Rodriguez