Wer spielt wann gegen wen?

Hertha BSC Berlin – VfB Stuttgart (Freitag, 20.30 Uhr)
1. FC Kaiserslautern – FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)
SC Freiburg – VfL Wolfsburg
1899 Hoffenheim – Werder Bremen
1. FC Nürnberg – FC Augsburg
Hamburger SV – 1. FC Köln
Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr)
Hannover 96 – Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr)
Schalke 04 – Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Von einer Überraschung ist immer dann die Rede, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. So wurden Hannover 96 und der FSV Mainz in der vergangenen Spielzeit oft als Überraschungsteams bezeichnet. Weil fast keiner dachte, dass sie so gut spielen, so oft gewinnen und am Ende einen Großteil des Bundesliga-Establishments hinter sich lassen würden. In dieser Saison spielen beide Vereine schon wieder oben mit, weswegen sie den Begriff des Dauerüberraschungsteams prägen könnten. Hätte den Hannoveranern der Schiedsrichter zuletzt gegen Berlin nicht das Führungstor geklaut, wären sie gar mit perfekter Bilanz Tabellenführer. Am Sonntag spielen sie gegeneinander. Beide werden nicht gewinnen können, auch wenn das für den einen oder anderen jetzt überraschend kommt.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Freiburg gegen Wolfsburg. Beide Mannschaften sind noch dabei, sich zu sortieren. Felix Magath, dessen Spieler am vergangenen Wochenende von einer Fohlenherde aus dem Rheinischen überrannt wurden, verpflichtete in dieser Woche drei neue Spieler. 34 Profis sind es nun, in Wolfsburg. Der als Freund großer Kader bekannte Magath muss schauen, ob der VfL-Zeugwart überhaupt noch genug Trainingsmedizinbälle für alle vorrätig hat. Beim Gegner aus Freiburg wird eher über eine Verkleinerung des Kaders geredet. Ausgerechnet Papiss Demba Cissé, der mindestens alle Freiburger Tore seit Vereinsgründung schoss, will weg. Weil aber bislang kein Verein die von Freiburg geforderten 15 Millionen Euro zahlen will, muss Cissé missmutig weiterhin das SC-Trikot überziehen.

Wer steht im Blickpunkt?

Natürlich Philipp Lahm, die Charlotte Roche des Fußballs. In seinem Buch, das ursprünglich "Fußgebote" heißen sollte, nimmt Lahm Dinge in den Mund, die sich sonst niemand auszusprechen traut: Ungeschminkt, tabulos, offensiv! Rudi Völler trainiere unsystematisch, Felix Magath arbeite wenig nachhaltig und Jürgen Klinsmann, man wäre nicht drauf gekommen, sei auch nicht der Riesen-Taktiker. Der neue Lahm kritisiert gar seinen ehemaligen Trainer Louis van Gaal, obwohl er ihm vor einigen Monaten noch öffentlichkeitswirksam den Rücken stärkte. Lahm bedient das obszöne voyeuristische Verlangen unserer Zeit, in dem er mit seinem Büchlein bis in die schmutzigsten Winkel der Umkleidekabinen dieser Fußballnation vordringt. Auch wenn dort vor allem stinkende Stutzen zum Vorschein kommen: Das ist moderne Männerliteratur!