ZEIT ONLINE: Wer traf bei Hannover 96 bisher die Entscheidungen, wenn es um Spielerkäufe ging?

Kind: Drei Personen: Der Trainer, der Sportdirektor und der Geschäftsführer.

ZEIT ONLINE: Stimmen Sie mir zu, dass die 50+1-Regel inoffiziell sowieso nur ein Papiertiger war?

Kind: Nein. Die 50+1-Regel ist in den Statuten der DFL und des DFB festgeschrieben.

ZEIT ONLINE: Offiziell war das so. Inoffiziell hat beispielsweise Dietmar Hopp, der in Hoffenheim als Investor tätig ist, dafür gesorgt, dass ein Trainer entlassen wurde oder ein Spieler an den FC Bayern verkauft wurde.

Kind: Ich bitte um Verständnis, dass ich das Handeln anderer Vereine nicht kommentieren möchte. Es gab in der Vergangenheit wahrscheinlich Umgehungstatbestände.

ZEIT ONLINE: Wenn ein Fußballfan Sie beim nächsten Stadionbesuch fragt, was sich durch das Schiedsgerichtsurteil zur 50+1-Regel im deutschen Fußball ändert, antworten Sie ...

Kind: ... gar nichts sage ich dann. Der Fan möchte, dass seine Mannschaft erfolgreich spielt und dass das Stadion seines Vereins modern ist.

ZEIT ONLINE: Mehr nicht, sind Sie sich da sicher?

Kind: Ja.