Der langjährige Eishockey-Bundestrainer Xaver Unsinn ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Er starb nach langer Krankheit in seinem Geburtsort Füssen. Uwe Harnos, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), würdigte den "Mr. Eishockei" genannten Unsinn in für seine "unglaublich vielschichtige Karriere".

Unsinn spielte zu Beginn seiner Karriere für den EV Füssen. Als Spieler absolvierte er 72 Länderspiele und erzielte dabei 24 Treffer. Später als Trainer betreute er 221 Länderspiele. Zwischen 1975 und 1977 sowie 1982 und 1990 führte Unsinn die DEB-Auswahl, bevor er aus gesundheitlichen Gründen das Amt niederlegen musste. Sein größter Erfolg als Trainer war der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1976. Noch bis ins hohe Alter hatte der Trainer Kontakt zu den damaligen Spielern.  

Zu Unsinns 80. Geburtstag sagte Franz Reindl , ehemaliger Sportdirektor des DEB, dem Focus : "Er ist eine markante Persönlichkeit, die über einen langen Zeitraum das deutsche Eishockey verkörpert hat." Erich Kühnhackl, einst Spieler, später Assistent unter Unsinn sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor drei Jahren: "Man hat den Xari gern als Glückskind bezeichnet, aber er hat sich alles erarbeitet. Er hatte ein Händchen dafür, in der richtigen Sekunde die richtige Entscheidung zu treffen."

Unsinn lebte schon lange zurückgezogen in Hopfen am See im Ostallgäu, in der Nähe seines Geburtsortes Füssen. Schon zu seinem 80. Geburtstag im Jahr 2009 mied er die Öffentlichkeit. "Er ist gesundheitlich angeschlagen und gibt keine Interviews mehr", sagt seine Frau Ilona damals .