Wer spielt wann gegen wen?

VfL Wolfsburg – Hamburger SV (Freitag, 20.30 Uhr)
Bayern München – Hannover 96
SC Freiburg – 1. FC Kaiserslautern
Werder Bremen – FC Augsburg
FSV Mainz 05 – Hertha BSC
Borussia Mönchengladbach – TSG Hoffenheim (alle Samstag, 15.30)
Schalke 04 – Bayer Leverkusen (Samstag, 18.30)
VfB Stuttgart – 1. FC Nürnberg (Sonntag, 15.30)
1. FC Köln – Borussia Dortmund (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Im Breisgau ist der Frühling immer etwas eher dran. Obwohl an diesem Wochenende das ganze Land Breisgau sein wird, lohnt sich der Blick nach  Freiburg . Beim örtlichen Fußballclub herrschen nach einem harten Winter bereits seit ein paar Wochen Frühlingsgefühle. Das liegt am neuen Trainer Christian Streich. Nach der Hinrunde war die Mannschaft Letzter, hatte fünf Punkte Rückstand auf Rang 15, verlor zudem Papiss Demba Cissé, der fast alle Tore schoss. Düstere Aussichten. Doch dann kam Streich, riss mit beiden Händen das Fenster auf und ließ die Sonne herein. Er hält gute Ansprachen und geht individuell auf seine Spieler ein. Weil Streich lange mit dem Freiburger Nachwuchs arbeitete, wusste er um die Qualitäten junger Spieler wie Oliver Sorg, 21 Jahre alt, der in der Hinrunde in der Zweiten Mannschaft spielte und jetzt die Abwehr stabilisiert. Streich bindet aber auch die erfahreneren Spieler ein, etwa den kongolesischen Mittelfeldspieler Cedrick Makiadi, der zu Freiburgs Leistungsträgern zählt. Dass Cissé nicht mehr dabei ist, betrachtet die Mannschaft inzwischen als Vorteil, sie fühlt sich unberechenbarer. Demut, Bodenständigkeit, Ehrlichkeit sind die Tugenden des SC Freiburg, weil es die Tugenden Christian Streichs sind, da darf er gerne schrullig daherkommen. Welche Fähigkeiten der neue Trainer des Gegners aus Kaiserslautern mitbringt, muss sich noch weisen .

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Wolfsburg gegen Hamburg . In Wolfsburg halten zwar wieder die ICE , aber deswegen muss man ja noch lange nicht dort aussteigen. Und Hamburg? Die Spielzüge guter Mannschaften verraten Kriegsgeheimnisse , die Spielzüge des HSV unter Thorsten Fink verraten ein typisches Syndrom dieses Vereins: Überambition, wie die Taktikfreaks von Spielverlagerung nachweisen. Die Fans beweisen zudem einen Reichtum an Humormangel. Ein Radiomoderator, er ist St.-Pauli-Fan, hat die Vereinshymne umgedichtet : "Hamburg meine Perle. Die zweite Liga ist mein Leben." Und fährt fort: "Wenn du aus Dresden kommst, verstehen wir kein Wort von deinem Lied. Wenn Du aus Aachen kommst, bist Du nur im Duden Erster." Nun braucht der Radiomoderator Personenschutz und der Urheber der Original-Hymne, Lotto King Karl, droht mit juristischen Schritten. Ach, Gottchen. Am besten ist, den HSV zu ignorieren, bis zu den Relegationsspielen gegen St. Pauli im Mai.

Wer steht im Blickpunkt?

Dante , der am Mittwoch mit einem verschossenen Elfmeter den Matthäus, Psalm 84 sprach und den Bayern den Sieg im Elfmeterschießen ebnete. Wird er jetzt wie Lothar in den achtziger Jahren von den Gladbacher Fans als "Judas" beschimpft? Wird Gladbachs bester Verteidiger nun von allen guten Geistern verlassen? Wir glauben nicht, obwohl Dante eine Nacht lang nicht schlief. Den Hoffenheimern wird er den Weg zum Tor genauso verbauen, wie er es die ganze Saison schon tut. Und er wird wie gewohnt die Gladbacher Angriffe souverän und ballsicher einleiten. Er wird durch nichts aus der Ruhe zu bringen sein, nicht mal durch den Bayern-Präsidenten Hoeneß ("Ich hätte Dante nicht schießen lassen"). Wir sprechen derweil den Uli, Psalm 76 .