Wie verlief das Topspiel?

ZEIT ONLINE twittert ein Spiel jedes Spieltags live. Der Nürnberg-Fan Alexander Endl hat für uns das Spiel 1. FC Nürnberg gegen Bayern München live im alten Frankenstadion verfolgt. Hier fünf seiner Tweets. Alle Beiträge können Sie hier nachlesen.

zeitonlinesport Erster "Feindkontakt" der Fans in S-Bahn verläuft absolut friedlich. "Wir gehen zusammen hin, aber besser getrennt heim"
zeitonlinesport Das Wirken des so gern fliegenden Holländers wird auch hier mit Pfeiflauten untermalt
zeitonlinesport Nun betritt ein Nachwuchskicker namens Schweinsteiger unter aufmunternden Pfiffen den Platz.
zeitonlinesport Weiter 0:0 und die Heimmannschaft ist wahrlich nur halb für das mäßige Niveau verantwortlich.
zeitonlinesport Rückfahrt im Zug voller Bayern-Fans und wenn man zuhört: Schlechte Verlierer sind das eine, schlechte Gewinner das andere.

Worüber reden nach dem Spieltag alle?

Über Fans, die zu weit gehen. Nachdem der 1. FC Köln sich mit der Niederlage in Augsburg auf einen Relegationsplatz rumpelte, stoppten 50 Kölner Fans den Mannschaftsbus auf dem Weg zum Flughafen. So etwas ist mittlerweile in Mode, die Kurve macht Politik. In Berlin traf man neulich Vermummte auf dem Trainingsgelände, kurz darauf wurde der Trainer entlassen. Auch in Leverkusen brachten sich die Fans ein. Bayers Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser redete am Tag von Dutts Entlassung von den vielen Dauerkartenkündigungen. Der Druck der Fans wurde wohl zu groß. Anders in Köln. Dort sagte Kölns Geschäftsführer Claus Horstmann unter Buhrufen der Fans, dass Stale Solbakken Trainer bleibe. Der Norweger geht mit dem Thema Rausschmiss ohnehin eher locker um. Nach dem verlorenen Spiel in Augsburg klingelte auf der Pressekonferenz sein Handy. "Das ist meine Frau. Die will wissen, ob ich am Montag noch einen Job habe", witzelte er.

Was machten die Frauen?

Die machen ihre Sache derzeit richtig gut. Nach dem Erfolg im Algarve-Cup, einer Art Mini-WM, inklusive Final-Sieg gegen den Weltmeister Japan , sind sie nun auch so gut wie sicher für die Europameisterschaft 2013 qualifiziert. Gegen Spanien , den stärksten Gruppengegner, gewannen sie 5:0. Die Mannschaft von Silvia Neid ist nach der bösen Heim-WM im vergangenen Jahr wieder auf dem besten Weg zur besten Mannschaft der Welt zu werden. Und eine Nachfolgerin für das Torphänomen Birgit Prinz, die in der vergangenen Woche verabschiedet wurde, ist auch gefunden: Celia Okoyino da Mbabi. Die Frau aus Bad Neuenahr wurde Torschützenkönigin des Algarve-Cups, traf im Finale gegen Japan (4:3) gleich dreimal. Gegen Spanien waren es vier Tore.

Was war sonst noch wichtig?

Alle reden von Otto Rehhagel , kaum jemand von Friedhelm Funkel . Dabei ist Funkel der eigentliche Rekordmann. Mehr als 1.100 mal roch er als Spieler oder Trainer das Grün der Ersten oder Zweiten Bundesliga. Ein paar Mal mehr als Rehhagel. Doch damit ist es wieder einmal vorbei. Am Sonntag entließ ihn sein Verein Alemannia Aachen, der Tabellenvorletzte der Zweiten Liga. Damit brachte Funkel das Kunststück fertig, in einer Saison gleich von zwei Vereinen entlassen zu werden. Schon im September wurde er vom VfL Bochum freigestellt.

Was war das Zitat des Wochenendes?

"Ich hab' bei der Rezeption angerufen und hab' nach drei Wasser still, drei Wasser medium und zwei Bananen gefragt. Auf meine Kosten."

(Der Bayern-Profi Thomas Müller auf die Frage, ob er nach dem 4:4 der Dortmunder eine Runde gegeben habe)