Die Entscheidung über den Einspruch von Hertha BSC gegen die Wertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf fällt erst am Montag. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes ( DFB ) vertagte sein Urteil am Freitagabend nach mehr als sechsstündiger Beweisaufnahme. Dem Gericht zufolge soll das Urteil am Montag um 15 Uhr verkündet werden.

Hertha hatte nach dem 2:2-Unentschieden, das für den Verein den Abstieg in die zweite Bundesliga bedeutet, Protest gegen die Wertung der Partie eingelegt. Weil Fortuna-Anhänger schon vor dem Abpfiff den Rasen stürmten, hatte Schiedsrichter Wolfgang Stark das Spiel für 21 Minuten unterbrochen. Als die Fans den Rasen wieder verlassen hatten, pfiff Stark die Partie noch einmal für 93 Sekunden an. Einen Tag später legte die Hertha Einspruch ein, da "ein regulärer Spielbetrieb nicht mehr möglich" gewesen sei.

Als Hauptzeuge bei der Verhandlung in der DFB-Zentrale trat Schiedsrichter Stark auf. Stark gab an, nach dem Schlusspfiff von Spielern der Hertha massiv angegriffen worden zu sein. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer "Hetzjagd" . Gegen die Berliner Profis Lewan Kobiaschwili, Christian Lell , Thomas Kraft und Andre Mijatovic hat der DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen eingeleitet . Diese Fälle standen aber nicht im Mittelpunkt der Sitzung am Freitag, sondern werden zu einem späteren Zeitpunkt behandelt.