Auch die zweite Partie bei der Schachweltmeisterschaft in Moskau endete unentschieden. Nach seinem 25. Zug bot Herausforderer Boris Gelfand Remis, Weltmeister Viswanathan Anand nahm an.

Zu diesem Zeitpunkt, knapp drei Stunden waren gespielt, wussten beide Seiten keine begründeten Gewinnversuche mehr zu unternehmen. Gelfand, der im Duell erstmals die weißen Steine führte, hatte aus der Eröffnung nur einen kleinen Vorteil ins Mittelspiel retten können. Auf der anschließenden Pressekonferenz zollte er seinem Gegner Achtung: Anand habe sich "clever" verteidigt.

In den ersten beiden Runden stand der Herausforderer gut da, konnte den Titelinhaber aber nicht ernstlich in Gefahr bringen. Der gegenseitige Respekt ist spürbar. Anand muss es nicht eilig haben. Als überragender Schnellschachspieler hätte er bei Gleichstand nach zwölf Runden in einem Tiebreak mit verkürzter Bedenkzeit die besseren Aussichten.

Bereits die erste Partie der Schachweltmeisterschaft am vergangenen Freitag endete mit einem  Remis zwischen dem Israeli Gelfand und dem Inder Anand.

Boris Gelfand will den bevorstehenden Ruhetag nutzen, um sich auf die dritte Partie am Montag vorzubereiten. Viswanathan Anand hat nichts anderes vor.