Dänemark - Portugal 2:3 (1:2)

Dank Silvestre Varela hat sich Portugal bei der EM eindrucksvoll zurückgemeldet. Außenseiter Dänemark erlitt hingegen einen Rückschlag. Nach dem 3:2 (2:1)-Sieg hat Portugal das EM-Viertelfinale nun trotz der Niederlage gegen die DFB-Elf wieder im Visier. Am Sonntag warten zum Vorrundenabschluss die Niederländer.

Im ukrainischen Lemberg sorgten Pepe (24. Minute), Hélder Postiga (36.) und Silvestre Varela (87.) für die portugiesischen Treffer, mit einem Doppelpack war Nicklas Bendtner (41./80.) für Dänemark erfolgreich. Cristiano Ronaldo hingegen ließ gleich zwei hundertprozentige Chancen (49./78.) liegen. Doch Varela war zur Stelle.

Dänemark und Portugal gingen personell unverändert in das Duell. Der frühere Nürnberger Lars Jacobsen bekam es auf seiner rechten Seite mit Starkicker Cristiano Ronaldo zu tun. "Ich werde alle Hilfe meiner Kollegen brauchen, um ihn zu stoppen", hatte der dänische Außenverteidiger vor der Partie gesagt und bekam erwartungsgemäß Probleme mit dem Tempodribbler.

Portugals Coach Paulo Bento war sich der Bedeutung des Spiels bewusst. "Es sind 90 Minuten voller Chancen", hatte vor Anpfiff der 42-Jährige gesagt, dessen Trainerschicksal trotz Vertrags bis 2014 mit dem EM-Abschneiden in Verbindung steht.

Ronaldo vergibt Tor-Chancen

Beide Mannschaften kamen nur schwer in die Gänge: wenig Tempo, wenig Schwung. Cristiano Ronaldos erster Torschuss in der 18. Minute war nicht mehr als ein Annäherungsversuch auf das Tor von Stephan Andersen. Drei Minuten später wieder verzogen – kein verheißungsvoller Start von Ronaldo.

Sein Real-Madrid-Teamkollege Pepe machte es wenig später besser. Nach einem Eckball von João Moutinho gelang dem Innenverteidiger per Kopf die überraschende Führung. Dänemarks Kapitän Daniel Agger kam nicht rechtzeitig hinterher. Die tonangebende Selecção legte sogar nach. Eine Vorlage von Nani verwertete Hélder Postiga. Diesmal musste ihn Simon Kjær ziehen lassen, der beim VfL Wolfsburg spielt.

Mit ihrem ersten gefährlichen Angriff verkürzten die Dänen noch vor der Halbzeit. Eine Kopfballvorlage von Michael Krohn-Dehli nickte Stürmerstar Bendtner aus kurzer Distanz ein. Nach dem Seitenwechsel knüpften die Portugiesen an ihre Leistung an. Cristiano Ronaldo (49.) war auf der linken Seite durch, auf den letzten Metern aber zu langsam und scheiterte erneut alleine vor Andersen.

Die Dänen kamen allmählich wieder in die Partie. Der Stuttgarter Mittelfeldstratege William Kvist (62.) verfehlte mit einem Distanzschuss aus rund 20 Metern nur knapp das Tor von Rui Patricio. Zehn Minuten danach war auch Bendtner im Abschluss zu ungenau. Ronaldo verpasste im Anschluss wieder alleine vor Andersen. Bendtner machte es hingegen besser – ebenso wie Varela.

Dänemark: Andersen - Jacobsen, Kjær, Agger, Simon Poulsen - Kvist, Zimling (16. Jakob Poulsen) - Rommedahl (60. Mikkelsen), Eriksen, Krohn-Dehli (90. Schøne) - Bendtner

Portugal: Rui Patricio - Pereira, Bruno Alves, Pepe, Coentrão - Raul Meireles (84. Varela), Miguel Veloso, João Moutinho - Nani (89. Rolando), Hélder Postiga (64. Nélson Oliveira), Cristiano Ronaldo

Schiedsrichter: Thomson (Schottland)

Zuschauer: 31.840

Tore: 0:1 Pepe (24.), 0:2 Hélder Postiga (36.), 1:2 Bendtner (41.), 2:2 Bendtner (80.), 2:3 Varela (87.)

Gelbe Karten: Jacobsen, Jakob Poulsen / Cristiano Ronaldo, Raul Meireles

Beste Spieler: Bendtner, Simon Poulsen / Pepe, Nani