Griechenland - Tschechien 1:2 (0:2)

Tschechien kann dank eines knappen Siegs gegen Griechenland wieder auf den Einzug ins Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft hoffen.

Für die Tschechen begann die Partie mit einem Traumstart: Tomas Hübschman spielte mustergültig steil auf Petr Jiráček, der Griechenlands Schlussmann Konstantinos Chalkias nach knapp zweieinhalb Minuten von der Strafraumgrenze aus überwand und das erste Tor schoss (3.).

Nur drei Minuten später setzte sich Theodor Gebre Selassie auf der rechten Seite durch. Torwart Chalkias erwischte den Querpass in die Mitte nicht, wo sich der schmächtige Vaclav Pilar (6.) gegen Konstantinos Katsouranis und Vassilios Torosidis durchsetzte und seinen zweiten Turniertreffer erzielte.

Die griechische Mannschaft war gerade in der ersten Halbzeit nicht gut aufgestellt und lieferte eine schwache Leistung ab. Insgesamt hatte der griechische Trainer Fernando Santos vier Änderungen in der Startelf vorgenommen. Der Mittelfeldspieler Katsouranis musste mit dem Schalker Kyriakos Papadopoulos die griechische Innenverteidigung bilden. Dort fehlten der gesperrte Bremer Sokratis und Avraam Papadopoulos wegen seines beim 1:1 gegen Polen erlittenen Kreuzbandrisses. Der angeschlagene Torwart Chalkias ließ sich nach 22 Minuten gegen Michail Sifakis auswechseln.

Griechen sorgen kurzzeitig für Aufregung

Weder Dimitrios Salpingidis, noch die erst 19-jährige Offensivhoffnung Konstantinos Fortounis aus Kaiserslautern konnten die im ersten Spiel desolate tschechische Defensive zunächst fordern. Dort war der Leverkusener Michal Kadlec von der linken Abwehrseite in die Innenverteidigung gerückt und ersetzte den beim 1:4 gegen Russland schwachen Herthaner Roman Hubnik.

Erst in der 41. Minute sorgten die griechische Mannschaft für kurzzeitige Aufregung: Salpingidis köpfte ins Tor (41.), doch nach Meinung von Schiedsrichter Stéphane Lannoy stand er im Abseits.

Trainer Santos reagierte zur Pause auf den Spielstand und den bis dahin harmlosen Auftritt seiner Schützlinge und brachte Theofanis Gekas . Der einstige Bundesliga-Torschützenkönig stand nur acht Minuten nach seiner Einwechslung an der richtigen Stelle: Torhüter Petr Čech wurde von seinem Verteidiger Tomas Sivok behindert und ließ den Ball unglücklich fallen, Gekas schob ihn ins leere Tor.

Ohne ihren vor der EM angeschlagenen und zur Pause ausgetauschten Kapitän Tomáš Rosický gerieten die Tschechen zunehmend unter Druck. Die Hellenen zeigten erneut gute Moral und ließen die zahlreichen über die Grenze gekommenen tschechischen Fans unter den 41.000 Zuschauer zittern.

Wirklich zwingende Chancen zum Ausgleich gab es allerdings nicht mehr, das Spiel endete 2:1 für Tschechien.

Griechenland: Chalkias (23. Sifakis) - Torosidis, Kyriakos Papadopoulos, Katsouranis, Holebas - Fotakis (46. Gekas), Maniatis, Karagounis - Salpingidis, Samaras, Fortounis (71. Mitroglou)

Tschechien: Cech - Gebre Selassie, Sivok, Kadlec, Limbersky - Hübschman, Plasil - Jiracek, Rosicky (46. Kolar - 90. Rajtoral), Pilar - Baros (64. Pekhart)

Schiedsrichter:
Lannoy (Frankreich)

Zuschauer: 41.105 Tore: 0:1 Jiracek (3.), 0:2 Pilar (6.), 1:2 Gekas (53.)

Gelbe Karten: Kyriakos Papadopoulos, Salpingidis, Torosidis / Jiracek, Kolar, Rosicky

Beste Spieler: Gekas, Samaras / Rosicky, Gebre Selassie