1. FC Nürnberg - FC Augsburg 0:0 (0:0)

Dem 1. FC Nürnberg ist es nicht gelungen, seine Niederlagenserie zu beenden. Gegen den FC Augsburg reichte es lediglich zu einem torlosen Unentschieden. Nach vier Niederlagen in Serie gelang den Franken zwar wieder ein Punktgewinn, gegen Augsburg hatte sich das Team von Trainer Dieter Hecking aber deutlich mehr vorgenommen. Schließlich liegt der letzte Pflichtspielsieg der Augsburger gegen Nürnberg fast 36 Jahre zurück.

Die Nürnberger begannen das Spiel mit viel Energie. Vor allem die für Sebastian Polter und Robert Mak ins Team gerückten Mike Frantz und Timo Gebhart sorgten in den Anfangsminuten für gute Chancen. Gebhart verpasste den Führungstreffer jedoch, als er in der 3. Minute nur knapp an dem Pass von Frantz vorbei rutschte.

Das Team versuchte es immer wieder über die rechte Seite, agierte in Strafraumnähe aber meist zu umständlich und kam schnell aus dem Tritt. So ließen die Nürnberger schon früh erahnen, warum sie am längsten (sechs Partien) von allen Bundesligateams nicht mehr zu Null gespielt hatten. Der Augsburger Kevin Vogt konnte die Unordnung im Strafraum der Nürnberger allerdings nicht nutzen und schoss aus sechs Metern über das Tor (5.).

Markus Weinzierl, Trainer der Augsburger, hatte zwar angekündigt: "Am liebsten wollen wir nach dem Spieltag in der Tabelle die zweitbeste bayerische Mannschaft sein", die Augsburger schienen sich aber erst Mitte der ersten Halbzeit an dieses Ziel zu erinnern. Mit ihrem gewohnt laufbetonten Spiel erarbeiteten sie sich gelegentliche Torgelegenheiten, scheiterten aber jedes Mal.

So auch Knowledge Musona, der mit seinem Schuss aus 14 Metern (31.) nicht an Torwart Raphael Schäfer vorbei kam. Der 22-jährige Stürmer aus Simbabwe zählte zu einem der wenigen Aktivposten bei Augsburg und bereitete Javier Pinola ein ums andere Mal Probleme.

Aber auch die Nürnberger kamen nicht zum Zug. Hanno Balitsch verpasste Sekunden von dem Pausenpfiff die Führung, als er den Ball im Strafraum nicht richtig traf und dem für Simon Jentzsch spielenden Mohamed Amsif in die Arme schoss. So blieb es bis zur Pause eine zerfahrene Partie mit wenig Höhepunkten.

Auf der Nürnberger Seite kam Verletzungspech hinzu. Nach dem Seitenwechsel musste Kapitän Schäfer in der Kabine bleiben und wurde durch den 19-jährigen Patrick Rakovsky ersetzt. Dennoch begann Nürnberg – ähnlich wie in der ersten Hälfte – überlegen und erkämpfte sich Chancen. Gebhart scheiterte aber in der 50. und der 52. Minute gleich doppelt. Auch Hiroshi Kiyotake konnte seine Gelegenheit (55.) nicht nutzen.

Die bis dahin beste Tormöglichkeit hatten dagegen die Augsburger. In der 62. Minute konnte Rakovsky den Ball nach einer Ecke nicht festhalten. Seine Vorderleute ließen ihn aber nicht im Stich. Gleich mehrere Nürnberger warfen sich in die Schüsse von Torsten Oehrl und Tobias Werner. Fortan zeigte Augsburg, warum die bayerischen Schwaben vor der Länderspielpause Werder Bremen geschlagen hatten und prüften Rakovsky gleich mehrmals (67., 68.). Letztlich blieb es bei einem tristen Null zu Null.

1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Klose, Nilsson, Pinola - Balitsch, Simons - Gebhart, Kiyotake, Frantz - Pekhart

FC Augsburg: Amsif - Verhaegh, Langkamp, Klavan, de Jong - Vogt, Baier - Musona, Oehrl, Werner - Hain

Schiedsrichter: Stark (Ergolding)

Zuschauer: 40.171

Gelbe Karten: Pekhart (1), Pinola (4), Simons (2) / Bancé (2), Langkamp (1), Vogt (3)

Beste Spieler: Gebhart / Musona