Oliver Bierhoff will das 4:4-Debakel des deutschen Fußball-Nationalteams in der WM-Qualifikation gegen Schweden konsequent aufklären lassen. "Wichtig ist, den Finger in die Wunde zu stecken. Man darf nicht zur Tagesordnung übergehen. Man wird das knallhart analysieren", sagte der Teammanager nach dem verpassten Sieg.

Die deutsche Nationalmannschaft dominierte 60 Minuten lang das Spiel gegen Schweden und führte mit vier Toren. In den letzten 30 Minuten passierte das Unglaubliche – die Mannschaft geriet völlig aus dem Konzept und ließ vier Gegentore zu.

"Wir sind nicht in der Lage gewesen, in irgendeiner Weise den Stecker wieder reinzustecken", sagte Bierhoff nach dem verspielten Vorsprung. "Das ist eine Kettenreaktion, ein psychologischer Aspekt. Jeder macht weniger, man wird oberflächlich, man gewinnt weniger Zweikämpfe, man geht weniger Meter, man lässt dem Gegner die eine oder andere Chance."

Löw glaubt nicht an bleibenden Schaden für die Mannschaft

Der Manager sieht nicht nur das einmalige Negativ-Erlebnis gegen die Schweden. "Das sind die Dinge, die ich auch nach der Europameisterschaft gesagt habe, dass wir häufig den Fehler haben, dass wir unsere Gegner dominieren und dann durch Nachlässigkeiten wieder ins Spiel bringen", sagte Bierhoff mit Hinweis auf einige EM-Spiele sowie das WM-Qualifikationsspiel kürzlich in Österreich .

Das Spiel ist irgendwie aus dem Ufer gelaufen und war nicht mehr zu korrigieren", sagte Bundestrainer Joachim Löw nach dem Spiel. Er denke aber nicht, "dass da jetzt was hängen bleibt". "Natürlich muss man das analysieren und darüber sprechen. Natürlich ist das ein Lernspiel gewesen", sagte der Bundestrainer.