Im Duell zwischen den besten Golfern aus Europa und den USA haben wie bereits beim vergangenen Turnier vor zwei Jahren die Europäer den Sieg errungen. Für den entscheidenden Punkt sorgte der deutsche Profi Martin Kaymer , der mit einem Putt aus rund zwei Metern den 14. Punkt für sein Team holte.

Damit war das eigentlich geplante letzte Match des Tages zwischen dem Italiener Francesco Molinari und US-Superstar Tiger Woods bedeutungslos. Das Turnier endete mit einem kleinen Vorsprung für die Europäer: Sie konnten 14,5 Punkte für sich verbuchen, die USA schafften es nur auf 13,5 Zähler.

Kaymer konnte das Glück kaum fassen: "Wir haben darüber gesprochen, dass es möglich ist. Einfach ein unglaubliches Gefühl, ich kann das kaum beschreiben." Dabei war gerade der ehemalige Weltranglistenerste beim prestigeträchtigen Kontinentalvergleich nicht in bester Form und wurde von Teamkapitän José Maria Olazábal an den ersten beiden Tagen nur einmal eingesetzt.

Lange Zeit sah auch vieles nach einer Niederlage für die Europäer aus. Am Samstag hatten die US-Golfer zwischenzeitlich mit 10:4 geführt – und damit beste Chancen gehabt, zum dritten Mal seit 1999 das Turnier für sich zu entscheiden. Am Sonntag dann waren sie mit einem 10:6-Vorsprung siegessicher angetreten.

"Wir lagen vier Punkte zurück. Da sagt man sich nicht einfach, dass man das Ding noch gewinnt", sagte Ian Poulter, einer von Kaymers Teamkollegen. "Aber wir wussten, dass wir eine kleine Chance hatten." Kaymer erzählte, dass er "die letzten zwei, drei Löcher" sehr nervös war. Umso frenetischer fiel sein Jubel aus: Vor mehr als 40.000 Fans im Medinah Country Club nordwestlich von Chicago lief er mit einer Deutschland-Fahne übers Grün und wischte sich einige Freudentränen weg.