VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt 1:1 (1:1)

Der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt bleiben in der Fußball-Bundesliga Mittelmaß. Drei Tage nach ihrem fulminanten Europacup-Comeback bremsten die Hessen durch das Unentschieden am Sonntag den Aufwärtstrend der Schwaben unter ihrem neuen Trainer Thomas Schneider, der zuvor beide Liga-Spiele seiner jungen Amtszeit gewonnen hatte. Marco Russ brachte die Gäste in der 14. Minute in Führung. Timo Werner (16.) sorgte als jüngster Torschütze der Stuttgarter Bundesliga-Geschichte für das Remis. In der Nachspielzeit vergab Vedad Ibisevic mit einem verschossenen Foul-Elfmeter den Sieg für die Einheimischen. Der VfB ist damit nun Zwölfter, die Eintracht rangiert weiter auf Platz 13.

Die Stuttgarter wollten zum 120. Vereins-Geburtstag an gute alte Zeiten anknüpfen, präsentierten sich aber zunächst defensiv ungeordnet. Schon nach sechs Minuten scheiterte Johannes Flum mit einer Direktabnahme, die von Daniel Schwaab noch zur Ecke abgefälscht wurde. Sieben Minuten später nutzte die Eintracht dann die erneute Unordnung in der VfB-Abwehr, als Russ im Getümmel aus vier Metern traf.

Umgehend verstärkte Stuttgart seine Bemühungen. Martin Harnik, der für den am Knie verletzten Moritz Leitner in der Startelf stand, kam zunächst mit einem Flachschuss nicht an Frankfurts Keeper Kevin Trapp vorbei (15.). Doch nur wenige Sekunden später stand Youngster Werner nach einer Ecke von Alexandru Maxim genau richtig und war per Kopf erfolgreich. Zudem machte sich bemerkbar, dass Gäste-Trainer Armin Veh auf die verletzten Alexander Meier, Jan Rosenthal und Bastian Oczipka verzichten musste.

Auch nach der Pause wurde es kaum besser, wieder hatten die Hessen die ersten Gelegenheiten. Stefan Aigners Kopfball griff sich VfB-Schlussmann Sven Ulreich im Nachfassen (47.). Kurz darauf vergab Vaclav Kadlec die dicke Chance zur erneuten Führung, als er nach Aigners Flanke den Ball im Rutschen nicht aufs Tor bringen konnte (55.). Zehn Minuten später setzte Aigner nach Diagonalpass von Constant Djakpa die Kugel knapp neben das Tor.

Dann folgte ein echter Aufreger für die Stuttgarter: Maxim hatte nach Harniks Vorlage getroffen, doch Schiedsrichter Felix Zwayer gab das Tor nicht – eine vertretbare Entscheidung. Vedad Ibisevic stand direkt vor Trapp im Abseits. Danach verflachte die Partie erneut. Djakpa und Russ versuchten es mit Fernschüssen – ohne Erfolg. In der Schlussminute entschied Zwayer dann auf Strafstoß, weil Sebastian Rode den eingewechselten Ibrahima Traore gefoult hatte. Doch Ibisevic schoss über das Tor.

Spielverlauf und Statistik

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Schwaab, Rüdiger, Boka (72. Rausch) - Gentner, Kvist - Harnik, Maxim (90.+1 Cacau), Werner (68. Traoré) - Ibisevic

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Djakpa - Rode, Russ - Aigner, Flum (63. Celozzi), Barnetta (86. Lanig) - Kadlec (78. Joselu)

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 44.810

Tore: 0:1 Russ (14.), 1:1 Werner (16.)

Besonderes Vorkommnis: Ibisevic (VfB Stuttgart) verschießt Foulelfmeter (90.+4)

Gelbe Karten: Harnik (1), Kvist (2), Sakai (2) / Anderson (1), Djakpa (1)

Beste Spieler: Gentner, Kvist / Rode, Russ