In Katars Hauptstadt Doha findet der Weltcup im Kurzbahnschwimmen statt. Wie bei solchen Wettkämpfen üblich, werden in der Liveübertragung die Namen der Schwimmer eingeblendet, daneben die Flaggen ihrer Herkunftsländer. Anders war das beim Finale im 100-Meter-Lagenschwimmen der Frauen: Wie die Times of Israel berichtet, erschienen in der Liveübertragung die Daten der Sportlerinnen – doch neben dem Namen der israelischen Schwimmerin Amit Ivri klaffte statt einer Flagge ein weißes Loch. Statt Israel hätte dort "ISR" gestanden.

Auch vor der Schwimmhalle wurde die israelische Flagge abgenommen, berichtet Doha News. Grund sei der Unmut über Israels Teilnahme an den Wettkämpfen gewesen. Nachdem sich ein Twitter-User beschwert hätte, hätte es online eine große Entrüstung gegeben.

Amit Ivri, die in dem Wettkampf die Silbermedaille gewann, wollte sich gegenüber der Times of Israel nicht zur politischen Dimension des Vorfalls äußern. Es sei eine unangenehme Erfahrung gewesen, sagte sie. Die israelische Flagge sei aber bei der Siegerehrung gehisst worden.