Wer spielte wann gegen wen?

VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach 0:2
Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04 3:3
1. FC Nürnberg – VfL Wolfsburg 1:1
Eintracht Braunschweig – SC Freiburg 0:1
FC Augsburg – TSG Hoffenheim 2:0
Hertha BSC – Bayern Leverkusen 0:1
Borussia Dortmund – FC Bayern München 0:3
Hamburger SV – Hannover 96 3:1
Werder Bremen – FSV Mainz 05 2:3

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Dortmund gegen Bayern, das Duell der Trainer und der taktischen Feinheiten. Beide zeigten ihre Handschrift, beide wichen aber auch ein wenig von ihrer Linie ab: Dortmund agierte abwartender, Bayern mehr als sonst mit langen hohen Pässen. Jürgen Klopp zimmerte unter schwierigen Bedingungen eine funktionierende Abwehr zusammen. Er baute den 34-jährigen reaktivierten Manuel Friedrich ein, der seine Sache recht ordentlich machte. Es lässt sich sagen: Klopp bringt immer was auf den Rasen. Und Pep Guardiola zeigte Rochaden, die selbst einen Magnus Carlsen vor Probleme gestellt hätten. Der Läufer Javi Martínez begann als offensiver Mittelfeldspieler, später verteidigte er ein paar Minuten lang, bevor er als Abräumer vor der Abwehr das Ergebnis sicherte. Die Dame Philipp Lahm zog Guardiola auf die defensive 6, rückte sie dann ein bisschen vor, am Ende verteidigte sie hinten rechts. Mit den Einwechslungen der 1,70-Meter-Leute Götze und Thiago schaffte Guardiola dann Überlegenheit im Mittelfeld und letztlich den Sieg.

Eine leicht profanere Erklärung gibt es im Fußball auch immer: Bayern gewann, weil Roman Weidenfeller den Schuss (Götze) passieren ließ, den Manuel Neuer kurz später (Reus) hielt.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hertha gegen Leverkusen. In Berlin wurde das Dilemma der Bundesliga sichtbar: die Langeweile der Meisterschaft. Bayer Leverkusen ist nämlich nun der erste Verfolger der Bayern. 31 Punkte sind aller Ehren wert, aber Bayer hat in dieser Saison selten überzeugt. Im direkten Duell mit Bayern wirkte Leverkusen wie ein Zweitligist, auch wenn ein Punkt heraussprang. In Berlin schoss die Werkself keine drei Mal aufs Tor. Man weiß nicht genau, warum Bayer drei Punkte vor Dortmund steht. Und man weiß nicht, wie diese Mannschaft ernsthaft den Bayern gefährlich werden könnte. Auf den Trick mit dem Phantomtor fällt jedenfalls niemand zum zweiten Mal rein.

Wer stand im Blickpunkt?

Der Maulwurf, von dem schon Alfred Brehm sagte: "Er ist ein wahrhaft furchtbares Raubtier." Nun muss sich Guardiola mit einem rumschlagen. Zuletzt wurde er mehrfach geleakt, die Bayern-Taktik sickerte zur Bild-Zeitung durch. Das wertet der Trainer als Verrat und droht mit Rauswurf. "Egal, wer es ist, es werden Köpfe rollen. Ich schmeiße ihn raus, er wird nie wieder unter mir spielen", soll Guardiola gesagt haben. Bloß, wer ist es? Früher hätte man gleich auf Lothar Matthäus geschaut, in seinen vitalen Zeiten hub der bis zu zwanzig Erdhügel am Tag. Heute gibt es keine Indizien, allenfalls die schaufelähnlichen Hände Mario Götzes bei seinem Torjubel. Der Ratgeber für Landschafts- und Gartenfragen empfiehlt im Kampf gegen den Maulwurf saure Milch, Knoblauch oder Hundehaare, diese Gerüche setzen den Maulwurf unter Stress. Vielleicht hilft folgender Tipp eher: Unter der Erde, im Beratermilieu, fühlt sich der heimische Maulwurf besonders wohl.