Wer spielt wann gegen wen?

Eintracht Frankfurt – FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Dortmund – Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr)
Werder Bremen – Bayer Leverkusen
SC Freiburg – Hannover 96
Hamburger SV – Mainz 05
Eintracht Braunschweig – TSG Hoffenheim
1. FC Nürnberg – FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – VfL Wolfsburg (Sonntag, 15.30 Uhr)
VfB Stuttgart – FC Bayern München (Mittwoch, 29. Januar, 20 Uhr)

Welche Partie dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Alle, weil der FC Bayern nicht dabei ist. Die Münchner, die so gut aber auch so berechenbar jedes Spiel gewinnen, wollen in Marokko gerade Weltmeister werden. Also: Die Katze ist aus dem Haus, sturmfreie Bude, los ihr Mäuse, tanzt auf den Tischen! Ihr überraschenden Leverkusener, ihr maladen Dortmunder, ihr listigen Gladbacher, ihr wuchtigen Wolfsburger, ihr übergeschnappten Schalker, ihr flinken Herthaner, ihr grandiosen Augsburger, ihr schlauen Mainzer, ihr verrückten Hoffenheimer, ihr enttäuschten Hannoveraner, ihr rätselhaften Hamburger, ihr verwirrten Bremer, ihr müden Frankfurter, ihr verschrobenen Freiburger, ihr unglücklichen Nürnberger, ihr tapferen Braunschweiger. Ach, Bundesliga!

Welche Partie dürfen Sie mit guten Gewissen verpassen?

In Liga eins keine, siehe oben. Eine Etage tiefer steht das Rheinderby an, Düsseldorf gegen Köln. Eigentlich ein großes Spiel, würden nicht einige Idioten ihren Lebenssinn darin sehen, dem Nachbarn so oft es geht auf die Nase zu hauen. Schon im Hinspiel flogen Flaschen, Steine und ein Gullydeckel. Und in den Fanforen wird schon vor dem Spiel mit hagelnden Pflastersteinen gedroht. Deshalb hat sich eine Fangruppe mit dem unschlagbaren Namen Milde Horde 2012 etwas ausgedacht: Ein völkerverbindendes Musikvideo namens Et kölsche Hätz. Das ist zwar schnulzig, aber herzlich.

Was steht im Blickpunkt?

Die deutschen Betten, Sofas, Autorücksitze oder wo auch immer sich Nachwuchs zeugen lässt. Bevor Sie sich jetzt verschämt von Ihrem digitalen Endgerät abwenden – das hat wirklich mit Fußball zu tun. Spanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Last-Minute-Treffer von Barcelonas Andrés Iniesta im Champions-League-Halbfinale 2009 gegen den FC Chelsea neun Monate später die Geburtenquote in zwei katalanischen Gemeinden erhöht hat. 16 Prozent mehr Kinder wurden geboren, viele Barca-Fans genehmigten sich scheinbar eine Nachspielzeit der ganz besonderen Art. Interessant wären derartige Untersuchungen auch für die Bundesliga. Stirbt Braunschweig bald aus? Oder lösen die Münchner die künftigen demografischen Probleme dieses Landes auf eigene Faust? Egal, Hauptsache die Gören werden anständig erzogen.

Worüber werden nach dem Spieltag alle reden?

Über Jens Keller. Nach dem Spiel in Nürnberg wollen die Schalke-Bosse mal wieder über seine Zukunft entscheiden. Ein deutsches Magazin für Fußballkultur tickerte einmal: "Es gibt einen Grund dafür, dass Jens Keller heißt und nicht Penthouse." Das ist witzig, aber ist es auch wahr? Zumindest mit Nehmerqualitäten ist Jens Keller recht luxuriös gesegnet. Er war noch nicht einmal im Amt, da redeten alle schon über seinen Nachfolger. Ein halbes Dutzend Mal wurde seine Entlassung schon vermeldet, weil auf Schalke Platz 6 und das Achtelfinale der Champions League scheinbar nicht genug ist. Keller aber blieb und trotzte dem Gegenwind. Zunächst, weil ihm nichts anderes übrig blieb. Mittlerweile entwickelte er eine fatalistisch-süffisante Haltung zu den Spekulationen, Falschmeldungen und Indiskretionen aus den eigenen Reihen, die ihm das Leben so schwer machen. "Wenn Effe kommt, kann er sich ja neben Armin Veh setzen, der auch schon sicher Trainer auf Schalke ist", sagte er einmal.