Wer spielte wie gegen wen?

Eintracht Frankfurt – FC Augsburg 1:1
Eintracht Braunschweig – TSG Hoffenheim 1:0
Hamburger SV – FSV Mainz 2:3
SC Freiburg – Hannover 96 2:1
Werder Bremen – Bayer Leverkusen 1:0
Borussia Dortmund – Hertha BSC 1:2
1. FC Nürnberg – Schalke 04 0:0
Borussia Mönchengladbach – VfL Wolfsburg 2:2
VfB Stuttgart – Bayern München (Mittwoch, 27. Januar)

Welche Partie durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Alle, wie befürchtet. Die Bayern haben an diesem Wochenende einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht, obwohl sie gar nicht mitgewirkt haben. Nicht spielen, und trotzdem gewinnen, das müssen jene Qualitäten sein, die Pep Guardiola noch einmal auf die Triple-Truppe draufpackte. In Wahrheit lag es wieder einmal an der Unfähigkeit der direkten Konkurrenz: Leverkusen und Dortmund verloren gegen Gegner (Bremen und Hertha), gegen die man nicht verlieren darf, wenn man will, dass der FC Bayern irgendwann wieder Angst vor einem hat.

Welche Partien konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Wenn Sie Fan der Frankfurter Eintracht sind, werden Sie sicher schon bemerkt haben: Heimspiele bringen nichts. In der kompletten Hinrunde gab es keinen Heimsieg, auch gegen den FC Augsburg reichte es nur zu einem Unentschieden. Deshalb trug sich der emotionale Höhepunkt des Abends schon vor dem Anpfiff zu. Oka Nikolov sagte "mer sieht sisch" (hochdeutsch: tschüss). Der ewige Torwart, der in seinen fast 20 Jahren im Verein öfter auf- und abgestiegen ist als andere Bundesligaklubs in ihrer gesamten Geschichte, spielt seit 1994 für die Eintracht. Damals war Helmut Kohl noch Bundeskanzler, Mario Götze konnte gerade so laufen und Ace of Base dominierten die Charts. Verabschiedet wurde Nikolov mittels einer hübschen Kurven-Choreografie. Da sage noch einer, Fußballfans seien nur dumpf und rabiat.

Wer stand im Blickpunkt?

Die Querlatte. Als Nürnbergs Verteidiger Per Nilsson sich in der 76. Minute im Spiel gegen Schalke zum Kopfball aufschwang, klatschte der Ball nur ans Gebälk. Pech für den schwedischen Waldschrat könnte man meinen, man könnte aber auch von einer Verschwörung des Aluminiums gegen die Nürnberger sprechen. Zum 16. Mal in dieser Spielzeit treffen die Franken statt des Tores seine metallene Begrenzung. Zufall? Uns wurden geheime Bilder aus dem Nürnberger Training zugespielt.

Kein einziges Spiel konnte der Club auch wegen dieser Alutreffer in der Hinrunde gewinnen, das gab es noch nie. Sie verloren aber auch nur sechs Mal, was alle in Nürnberg rätseln lässt. Die Mannschaft spielt seit der neue Trainer Gertjan Verbeek übernommen hat, ein niederländischer Waldschrat, guten Fußball, war auch gegen Schalke die bessere Mannschaft. Nur sie gewinnt nicht. Dabei war am Samstag selbst das Nürnberger Christkind ins Stadion gekommen.