Cristiano Ronaldo ist Weltfußballer des Jahres 2013. Der Spieler von Real Madrid wurde am Abend in Zürich vom Weltfußballverband Fifa mit dem Ballon d'Or geehrt. Der Portugiese setzte sich bei der Wahl gegen Franck Ribéry vom FC Bayern München und Lionel Messi vom FC Barcelona durch. Abstimmungsberechtigt waren die Kapitäne und Trainer aller in der Fifa organisierten Verbände sowie Journalisten und Experten.

Ronaldo hatte für seinen Klub und für die portugiesische Nationalmannschaft im vergangenen Jahr in 59 Spielen 69 Tore erzielt. "Es ist schwierig zu beschreiben, was ich gerade fühle. Es ist großartig, diesen Ballon d'Or gewonnen zu haben. Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich", sagte Ronaldo, der mit seinem Sohn auf der Bühne stand und zu Tränen gerührt zunächst keine Worte fand. Der 29-Jährige hatte bereits im Jahr 2008 die Weltfußballer-Wahl gewonnen, seitdem aber immer gegen Messi den Kürzeren gezogen.      

Ronaldo hatte kurz vor der Preisvergabe des Ballon d'Or erklärt, er hege keinen Groll mehr gegen Fifa-Präsident Joseph Blatter. "Das ist ein Thema, das abgeschlossen ist. Wir hatten ein Telefongespräch, das ist erledigt", sagte er. Blatter hatte sich im Herbst 2013 bei einer Rede vor Studenten in Oxford über den Portugiesen gestenreich lustig gemacht und seine Präferenz für dessen Rivalen Lionel Messi öffentlich kundgetan. Anschließend hatte Ronaldo mit einem Boykott der traditionellen Fifa-Gala gedroht. Blatter entschuldigte sich für sein Verhalten, nachdem auch Vertreter von Real Madrid sich über ihn beschwert hatten.

Grund zur Freude gab es auch für den deutschen Fußball. Bei der traditionellen Jahresfeier des Weltverbandes kamen so viele Preisträger aus Deutschland wie nie zuvor. Zur Weltfußballerin des Jahres 2013 wurde Nadine Angerer gewählt. Die deutsche Nationaltorhüterin setzte sich gegen Vorjahressiegerin Abby Wambach aus den USA und die Brasilianerin Marta durch. 

Angerer ist die zweite deutsche Fußballerin nach Birgit Prinz, die den Titel gewonnen hat. Die 35-Jährige wurde mit der Auszeichnung besonders für ihre herausragende Leistung beim Gewinn der Europameisterschaft der deutschen Fußball-Frauen im Sommer 2013 in Schweden belohnt. Im Finale gegen Norwegen (1:0) hatte Angerer unter anderem zwei Elfmeter pariert.