Wer spielt wann gegen wen?

FSV Mainz 05 – Hannover 96 (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)
Bayern München – SC Freiburg
Werder Bremen – Borussia Mönchengladbach
TSG Hoffenheim – VfB Stuttgart
Eintracht Braunschweig – Hamburger SV
Bayer Leverkusen – FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)
FC Augsburg – 1. FC Nürnberg (Sonntag, 15.30 Uhr)
Hertha BSC – VfL Wolfsburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Braunschweig gegen den HSV, der 18. gegen den 17., ungepanschter Abstiegskampf. Wir könnten uns auf ein fröhliches Hauen und Stechen freuen, mit tapferen Fußballern und lärmendem Publikum – gäbe es bloß den HSV nicht. Die Hanseaten zeigten in den vergangenen Wochen auf dem Platz etwa so viel Gegenwehr wie der schmelzende Schnee im subtropischen Sotschi. Und damit nicht genug der krummen Analogie: Auch der HSV verschwindet langsam. Da hält es selbst das Elbdenkmal Uwe Seeler nicht mehr auf der Ehrentribüne. Zur Halbzeitpause im Pokalspiel gegen die Bayern in dieser Woche lief er ins TV-Studio zu Beckmann und Scholl und legte mit schwerer Zunge und klingelndem Handy einen Kult-Auftritt hin. Ganz verloren ist der HSV aber doch nicht. Ein paar im Hamburger Aufsichtsrat haben anscheinend noch Überblick: Sie sagten Nein zu Felix Magath.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Eigentlich wollten wir ihnen an dieser Stelle empfehlen, auf das Freitagsspiel zwischen Mainz und Hannover zu verzichten. Heute ist doch Valentinstag, Zeit für Schmachtlieder statt grölender Hools. Bis wir uns an dieses Video erinnerten:

Wer steht im Blickpunkt?

Stefan Kuntz, der echte Pfälzer. Der Pfälzer an sich gilt als, nun ja, rustikal. Helmut Kohl, Kurt Beck, Kaiser Barbarossa. Eine gewisse Bäuerlichkeit bewies auch Stefan Kuntz, der Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, in dieser Woche. Man hatte noch seine seltsamen Einlassungen zum Coming-out von Thomas Hitzlsperger im Ohr, da trat er schon ins nächste Fettnäpfchen. Weil die Paralympics-Sportlerin Kirsten Bruhn seinen 1. FC Kaiserslautern für das DFB-Pokalhalbfinale zum FC Bayern loste, bedankte der sich sichtlich bedient live im Fernsehen mit den Worten: "Frauen und Fußball...vielen Dank!"

Worüber werden nach dem Spieltag alle reden?

Die Soziologie kennt das sogenannte Matthäus-Prinzip. Es hat nichts mit viel zu jungen Frauen zu tun, weil es nicht nach dem Jünger des runden Leders, sondern dem Jünger Jesu benannt wurde. Es besagt im Groben folgendes: Erfolge rufen immer neue Erfolge hervor. Kleine Vorteile zwischen Akteuren können sich zu starken Strukturen herauswachsen, bei denen einer immer gewinnt und die Mehrheit erfolglos bleibt. Kirchgänger erinnern sich ans "Denn wer da hat, dem wird gegeben." Heiden wie wir sagen dazu etwas profaner: "Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen." So ist es in dieser Woche auch dem FC Bayern passiert. 110 Millionen Euro zahlt die Allianz für 8,33 Prozent des Vereins. Aber keine Angst, liebe Fußballclubs dieser Welt. Die Bayern wollen sich mit den zusätzlichen Millionen keineswegs sofort sündhaft teure neue Spieler kaufen, die sie noch besser machen, obwohl das kaum noch geht. Erst mal zahlen sie ganz deutsch ihr Stadion ab. Aber aus den dadurch gesparten Zinsen kaufen sie sündhaft teure neue Spieler, die sie noch besser machen, obwohl das kaum noch geht. Derweil wird dieser Song in deutschen Konkurrenzstadien durch die Decke gehen.